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Deutschland

Milchleistung im Mittel gesunken

grüne Milchkanne auf der Wiese
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Jana Dahlke, agrarheute
am
04.12.2017

Der fortschreitende Strukturwandel in der heimischen Milchviehhaltung setzt sich weiter fort.

Der fortschreitende Strukturwandel in der heimischen Milchviehhaltung spiegelt sich auch in der Bilanz der Milchleistungsprüfung (MLP) für das Kontrolljahr 2016/2017 wieder, die dem Deutschen Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) vorgelegt wurde. Jedoch fallen diese nicht so deutlich wie im Vorjahr aus, wie die Zahlen für das abgelaufene Kontrolljahr zeigen:

  • Die Zahl der Milchkühe verringerte sich um 14.367 Tiere.
  • Die Zahl der Betriebe sank auf 44.212.
  • Die durchschnittliche Kuhzahl je Halter erhöhte sich um rund fünf Tiere auf 82,7.
  • Die Milchleistung je Kuh ist auf 8.541 kg Milch gesunken. Dies sind 58 kg weniger als 2015/2016.
  • Die Fettmenge verringerte sich im Schnitt um 4 kg auf 349 kg,
  • während die Eiweißmenge unverändert bei 295 kg blieb.
  • Der mittlere Fettgehalt lag bei 4,09 Prozent, der Eiweißgehalt bei 3,45 Prozent.

Deutschlandweite Milchleistung 2016/17

Die durchschnittliche Jahresleistung in der Milchproduktion zwischen Oktober 2016 und September 2017 verteilt sich wie folgt:

  • Sachsen mit rund 9.551 kg,
  • Sachsen-Anhalt mit 9.531 kg,
  • Thüringen mit 9.509 kg,
  • Baden-Württemberg mit 7.696 kg,
  • und Bayern mit 7.701 kg.

Milchkuhherden und Tiergesundheit

Die größten Milchkuhherden waren 2016/2017 mit durchschnittlich mehr als 394 beziehungsweise 359 Tieren in Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zu finden. Darüber hinaus verbesserte sich das Niveau der untersuchten Milchkühe auf durchschnittlich 235.000 Zellen pro Milliliter. Außerdem legte der Prozentsatz der Tiere in der besten Zellzahlklasse von weniger als 100.000 Zellen pro Milliliter im Vergleich zum Vorjahr deutschlandweit leicht zu. Insgesamt wiesen mehr als 75 Prozent der Kühe im vergangenen Jahr einen Zellgehalt von weniger als 200.000 Zellen auf.

Mit Material von AgE
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