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Milchproduktion

Milchleistungsprüfung: Hitze setzt den Milchkühen zu

© agrar-press
von , am
04.12.2013

2013 wurden von über 3,6 Millionen Milchkühen Daten in der Deutschen Milchleistungsprüfung (MLP) erhoben. Die teilweise extremen Wetterbedingungen machten sich in der Milchmenge bemerkbar.

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© krick/agrar-press
Damit wurden Daten für das Herdenmanagement und der züchterischen Weiterentwicklung von über zusätzlichen 61.000 Kühen gegenüber der letzten Erhebung ermittelt. Durch diese MLP stehen für über 85 Prozent (%) der Milchkuhpopulation monatlich auch Informationen zur Eutergesundheit und Stoffwechselgesundheit sowie weitere Kennzahlen zur Verfügung. Diese Daten seien tierbezogene Indikatoren, die nachprüfbare Aussagen über die Tierwohlsituation (Gesundheit und Wohlbefinden) im Praxisbetrieb erlaubten, meldet der Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen.
 
Somit könne das erreichte Maß und der Trend an Tierwohl auf sachlicher Ebene veranschaulicht werden. Die annähernd 54.000 an der MLP teilnehmenden Milchviehbetriebe berücksichtigten die Indikatoren für ihr Betriebsmanagement und könnten so einzelbetrieblich Entscheidungen, die die Verbesserung der Tiergesundheit mit der Produktivitätssteigung verbinden, treffen.

Rinderrassen begründen die Milchleistungsunterschiede der Länder

Die Durchschnittsleistungen der MLP-Kühe 2013. © Dt. Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen
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Die Milchleistungsunterschiede zwischen den Bundesländern seien vor allem in den jeweils dort vorrangig gehaltenen Rassen begründet. Im Süden bilden die Zweinutzungsrassen den Schwerpunkt, während in den anderen Gebieten überwiegend milchbetonte Rassen gemolken werden.
 
Wenn auch in allen Bundesländern nahezu gleich der Strukturwandel mit dem jährlichen Rückgang der Betriebszahlen von insgesamt fast 5 % voranschreitet, so wächst andererseits die Kuhzahl auf den verbleibenden Betrieben, was insbesondere in den westdeutschen Küstenbundesländern sichtbar ist, deren Betriebe in großen Schritten ihre Herden aufstocken. 

Extreme Wetterbedingungen beeinflußten die Milchmenge

Im Schnitt hielten die deutschen Milchviehbetriebe in dem aktuell abgeschlossenen Prüfjahr 67 (+4 zu 2012) Kühe und ermolken 8.221 kg Milch (-16 kg) je Kuh. Die produzierte Fett- und Eiweißmenge blieb mit 620 kg (-1 kg) wie auch der Fett- und Eiweißgehalt nahezu konstant. Der extreme und regional ungleiche Witterungsverlauf im zurückliegenden Prüfjahr spiegelt sich in den unterschiedlichen Leistungsentwicklungen der einzelnen Bundesländer wider.
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