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Milchproduktion

Milchmarkt: Auktionspreise für Milchprodukte brechen ein

© by Paul/fotolia
von , am
18.04.2012

Bei der gestrigen globalen Handelsbörse sind die Auktionspreise gestern drastisch eingebrochen. Es war der stärkste Preisrückgang seit Juli 2010.

Woher kommt sie? Wohin geht sie? Die Kommission ist der Herkunft der Milch auf der Spur. © Mühlhausen/landpixel
Um rund zehn Prozent ging der gewichtete Preisindex für die sechs an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) gehandelten Milchprodukte zurück. Dies ist der stärkste Preisrückgang seit Juli 2010, als die Preise während einer Handelsrunde zweistellig einbrachen. Allerdings war das Preisniveau damals höher als im April 2012. Seit der der letzten Preisspitze im März 2011 haben die Preise bis jetzt rund 35 Prozent verloren. Noch niedriger waren die internationalen Milchproduktepreise zuletzt während der globalen Finanzkrise im Herbst 2009.

Angebot übersteigt die Nachfrage

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Die Ursachen für den Preiseinbruch dürften in der Verbindung von sehr deutlich gewachsener Milchproduktion in allen wichtigen Exportländern und einer zumindest nicht weiter wachsendenden Nachfrage in den Abnehmerländern liegen. Das deutlich größere Angebot dürfte wohl nur zu niedrigen Preisen am Weltmarkt unterzubringen sein, denn auch die Verbraucherpreise für Milchprodukte sind im letzten Jahr weltweit kräftig gestiegen und dämpfen die Nachfrage.
 
Hinzu kommt die wirtschaftliche Unsicherheit durch die Schuldenkrise und nicht zuletzt die Auswirkungen des schwächeren chinesischen Wirtschaftswachstums als eines der größten Abnehmer von Milchprodukten( Milchpulver) auf den Weltmarkt.
 
 
Eine Analyse zur Entwicklung am internationalen Milchmarkt folgt bis nächste Woche.

Milchwirtschaft: Ist Deutschland fit für den internationalen Handel?

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