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Milchproduktion

Milchmarkt: Exportpreise sind leicht gestiegen

© landpixel
von , am
17.10.2014

Die Exportpreise an der internationalen Handelsplattform für Milchprodukte sind Mitte Oktober erstmals wieder leicht gestiegen. Von einer Erholung der Preise kann jedoch keine Rede sein.

Der Discounter Lidl will die Einkaufspreise für Molkereiprodukte nicht weiter senken. © NiDerLander / Fotolia
Mit einem Aufschlag von 1,4 Prozent fällt der Anstieg der Exportpreise für Milchprodukte an der Global Dairy Trade sehr moderat aus. Dabei sind die Analysten nicht einig, ob diese leichte Erholung bereits eine Bodenbildung bei den Exportpreisen bedeutet oder ob dies nur eine Verschnaufpause bei der Korrektur der Exportpreise ist (wie schon im September). Die fundamentalen Eckdaten am Milchmarkt haben sich jedenfalls nicht zum Positiven verändert. Ein sehr großes Angebot an Milchprodukten drängt auf die Exportmärkte und hält die Preise unten.

Hohe Produktion, geringe Nachfrage

Derzeit lassen die aktuellen Produktionsdaten bei Milch und Milchprodukten in Europa, Ozeanien und den USA keine Entlastung von der Angebotsseite erkennen. Sowohl in Neuseeland als auch in Europa und den USA liegen die Produktionsmengen weiterhin über dem Vorjahr. Gleichzeitig wächst die Nachfrage der großen Importeure (insbesondere Chinas) nicht mehr so stark wie den Vorjahren oder geht sogar zurück. Chinas Importmengen bei Magermilchpulver (ebenso Mexiko und Indonesien) sind im August erstmals unter den Vorjahreswert gefallen. Zusätzlicher Druck auf den Markt entsteht ab August durch Russlands Importstopp.

Preise für Vollmilchpulver gestiegen

Gestiegen sind bei der aktuellen Auktion die Preise für Vollmilchpulver (VMP). Hier legten die Preise im Vergleich zur letzten Auktion um 3,1 Prozent zu. Im Vergleich zum Juni 2014 sind die Preise für Vollmilchpulver derzeit rund 30 % niedriger. Gleichzeitig kostet Vollmilchpulver (VMP) Mitte Oktober rund 52 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Preise für Magermilchpulver (VMP) sind bei der aktuellen Auktion hingegen nochmals um 3,6 % zurückgegangen.

Butter wird höher gehandelt

Mit einem Aufschlag von 6,9 % wurde auf der Auktion Butter gehandelt. Damit kostete Butter an den Exportmärkten jetzt rund 34 % weniger als im Oktober 2013. Um 7,4 % angestiegen sind die Auktionspreise für wasserfreies Milchfett (AMF). Buttermilchpulver wurde bei der aktuellen Auktion mit einem Preisabschlag von 3,8 % gehandelt. Damit kostet Buttermilchpulver derzeit etwa 42 % weniger als im Oktober 2013. Einen weiteren Preisrückgang von 1,0 % verzeichnete man bei Käse (Cheddar).

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