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Aus der Wirtschaft

Milchmarkt: Fonterra öffnet Online-Auktion für Konkurrenten

von , am
10.03.2011

Auckland - Die Handelsplattform Global Dairy Trade soll zu einer internationalen Handelsplattform werden. Bisher versteigerte Fonterra darüber zweimal monatlich vor allem Milchpulver.

Fonterra verändert seine Produktpalette und und bewegt sich nun weg vom Milchpulver hin zu hochwertigen Zutaten sowie Dienstleistungsangeboten. © Werkbild
Nachdem die neuseeländische Molkerei Fonterra ihr Ziel, die Online-Auktion für konkurrierende Anbieter zu öffnen, bekanntgegeben hatte, veröffentlichte die Handelsplattform Global Dairy Trade gestern den Entwurf der Handelsbedingungen.
An seiner Entstehung haben unter anderem Arla Foods aus Dänemark und die niederländische FrieslandCampina mitgearbeitet. Laut Fonterra sagte bisher aber noch keine Molkerei zu, bei den Versteigerungen als zusätzlicher Verkäufer aufzutreten. Interessierte Unternehmen können bis Ende März ihre Stellungnahme zu den Konditionen abgeben. Ab Ende April oder Anfang Mai soll die Auktionsplattform konkurrierenden Anbietern offenstehen.

Gleiche Bedingungen für alle Verkäufer

Fonterra-Handelsdirektor Gary Romano verspricht sich von der Öffnung des Marktes ein größeres Handelsvolumen sowie eine verlässlichere Preisfindung. Künftig sollen für alle teilnehmenden Verkäufer dieselben Bedingungen gelten. Die Molkereien sollen die von ihnen angebotenen Mengen und Startpreise frei festlegen dürfen. Fonterra fixiert den Startpreis bisher regelmäßig rund 15 Prozent unter dem erfolgreichen Gebot der vorangegangenen Versteigerung. Für die Bieter soll sich möglichst wenig ändern. Allerdings wird voraussichtlich ein Spot-Kontrakt eingeführt, der innerhalb von 30 Tagen nach der Versteigerung bedient werden muss.

Online-Versteigerung ab Mai erweitert

Fonterra kündigte an, ab Mitte Mai über die Online-Versteigerung auch Milcheiweißkonzentrat und Labkasein anzubieten. Seit Einführung der Internet-Auktion im Juli 2008 verkauften die Neuseeländer Milchprodukte im Wert von rund USD 3,2 Milliarden US-Dollarauf diesem Weg. Das Angebot beträgt jährlich etwa 600.000 Tonnen.
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