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Milchproduktion

Milchmarkt International: Erster Preisrückgang in diesem Jahr

von , am
03.05.2013

Zum ersten Mal in diesem Jahr geben die Preise für Milchprodukte nach. Ursache dafür sind ergiebige Regenfälle in Neuseeland.

Die SMP will in den kommenden Wochen Kriterien für einen Wiedereintritt in die BOM erarbeiten. © JanMika/fotolia.com
An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte Global Dairy Trade haben die Auktionspreise kräftig nachgegeben. Auslöser waren die anhaltenden und zum Teil sehr ergiebigen Regenfälle in Neuseeland. Diese beendeten die schlimmste Trockenheit seit mehr als 30 Jahren beim weltweit größten Exporteur von Milchprodukten. In der Folge gaben die Preise bei der Auktion am 1. Mai sehr deutlich um insgesamt 7,3 Prozent (%) nach. Das war der erste Preisrückgang in diesem Jahr. Für Voll- und Magermilchpulver fielen die Auktionspreise sogar um jeweils zehn Prozent. Trotz des Rückgangs ist das derzeitige Preisniveau weiter sehr hoch und liegt rund 77 % höher als etwa im Mai 2012.

Preise noch weit über Vorjahr

Bei der aktuellen Handelsrunde sind die Preise für die beiden Schwergewichte im globalen Milchpreisindex kräftig gefallen. Sowohl Mager- als auch Vollmilchpulver gaben jeweils um rund zehn Prozent nach. Im Vorjahresvergleich ist Magermilchpulver allerdings noch 56 % teurer und Vollmilchpulver kostete sogar 70 % mehr als im Mai 2012. Alle übrigen Milchprodukte gaben ebenfalls zwischen 3,1 und 6,7 % nach. Lediglich Käse verteuerte sich bei der letzten Handelsrunde als einziges Produkt um 3,4 %. Die weitere Preisentwicklung wird sicherlich nicht nur von der kurz- und mittelfristigen Angebots- und Preisentwicklung in Neuseeland abhängen. Vielmehr wird die weitere Nachfrage der großen Importe über die Preisentwicklung entscheiden.

Wie sich die Situation in Neuseeland auf die Milchmärkte auswirkt und wie sich der Export entwickelt, können Sie im dlv Marktkompass lesen ...
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