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Milchproduktion

Milchmarkt International: Preisanstieg geht weiter

© agrar-press
von , am
21.11.2012

Der feste Preistrend hat sich gestern an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) fortgesetzt. Der gemittelte Index für die acht gehandelten Produkte hat um knapp ein Prozent zugelegt.

Es handelt sich zwar um eine Studie zum Ende der Milchkontingentierung in der Schweiz 2009. Doch Experten sehen Erkenntnisse für den EU-Milchmarkt. © Mühlhausen/landpixel
Allerdings war der Preistrend nicht mehr so einheitliche wie bei der letzten Auktion Anfang November. Der Anstieg kommt hauptsächlich durch den sehr kräftigen Preisaufschlag für Käse (Cheddar) und den moderaten Zuschlag für Milchfett zu Stande. Die Milchpulverpreise gaben hingegen ebenso nach wie Preise für Milcheiweiß.

Starker Anstieg bei Käse

Trotz der insgesamt durchwachsenen Auktionsergebnisse kletterte der Preisindex der globalen Handelsplattform insgesamt um 0,7 Prozent (%) auf den höchsten Stand seit Februar. Im Vergleich zum letzten Tiefpunkt im Juli sind die Preise jetzt 25 % höher.
 
Hauptverantwortlich für den positiven Preistrend bei dieser Handelsrunde war der starke Aufschlag von 12,4 % bei Käse (Cheddar). Für den Januartermin zogen die Preise sogar um 17 % an, während der ebenfalls gehandelte Märzkontrakt sich umacht Prozent verteuerte. Damit kostete Käse mit 3436 US-Dollar je Tonne (USD/t) nach dem Preisrückgang im Herbst jetzt fast wieder soviel wie im September.

Milchfett etwas teurer

Der Preisanstieg ist auch in dieser Handelsrunde weitergegangen.
Auch Milchfett (AMF) verteuerte sich bei dieser Auktion um 1,2 %. Damit haben die Preise für Milchfett die dritte Handelsrunde hintereinander zugelegt und verfehlen mit 3.066 USD/t ebenfalls nur noch knapp ihr Niveau von September.
 
Unverändert blieben dagegen die Preise für Laktose und Buttermilchpulver. Beides wurde diesmal ebenso wenig gehandelt wie Kasein.
 
Rund -1,8 % günstiger als Anfang November wurde zudem Proteinkonzentrat (MPC70) gehandelt. Allerdings sind die Preise hier noch immer deutlich höher als im zweiten und dritten Quartal dieses Jahrs.

Milchpulver schwächer

Mit einem Abschlag von - 1,9 % und 1,7 % beendeten diesmal die Indexschwergewichte Mager- und und Vollmilchpulver die Auktion. Für Vollmilchpulver war dies sogar der zweite Abschlag hintereinander.
 
Dagegen haben die Notierungen für Magermilchpulver das erste mal seit Anfang Oktober wieder leicht nachgegeben.

Handelsmenge zehn Prozent kleiner

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Deutlich niedriger als bei den letzten beiden Handelsrunden war indessen auch die insgesamt gehandelte Menge an Milchprodukten. Im Vergleich zur letzten Auktion betrug der Rückgang gut zehn Prozent (6.000 t). Das wäre die niedrigste Handelsmenge seit August als die Preise allerdings eher kräftig (+7,8 %) zulegten.
 
 
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