Login
Milchproduktion

Milchmarkt International: Preise legen zu

von , am
03.01.2013

An der Global Dairy Trade sind die Preise für Milchprodukte gestiegen. Der gemittelte Index erreichte den Höchststand seit 12 Monaten. Magermilchpulver legte besonders kräftig zu.

Die Aussichten, die Superabgabe durch den Einspruch wieder zu bekommen, sind ungewiss. © Mühlhausen/landpixel
An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte (GlobalDairyTrade) sind die Preise auf der ersten Auktion des Jahres 2013 gestiegen. Der gemittelte Index für alle gehandelten Milchprodukte kletterte am 2. Januar um zwei Prozent nach oben. Damit erreichte der Index den höchsten Stand seit zwölf Monaten. Besonders kräftig war der Preisaufschlag für Magermilchpulver. Dagegen gaben die Auktionspreise für Käse und Kasein etwas nach. Gleichzeitig ging das Handelsvolumen im Vergleich zur letzten Auktion nochmals um gut vier Prozent zurück und fiel damit auf den niedrigsten Stand seit August 2012.

Magermilchpulver deutlich teurer

Überraschend kräftig zogen bei dieser Handelsrunde die Preise für Magermilchpulver an. Rund 4,7 Prozent (%) betrug der Preisaufschlag im Vergleich zur vorigen Handelsrunde. Obwohl auch die Vollmilchpulverpreise um 1,6 % zulegten, ist Magermilchpulver damit zwölf Prozent teurer als Vollmilchpulver. Ursache für diese eigentlich eher ungewöhnliche Konstellation dürfte die zuletzt relativ stärker gewachsene Nachfrage nach Magermilchpulver am Weltmarkt sein.

Preisrelationen haben sich verändert

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Wie die Daten des letzten Milchmarktreports des USDA vom Dezember verdeutlichen, hat der chinesische Import von Magermilchpulver im letzten Jahr um etwa 50 % zugenommen. Gleichzeitig ist Chinas Einfuhr von Vollmilchpulver um 15 % gewachsen. Vor rund zwölf Monaten war Vollmilchpulver nicht nur gut zehn Prozent teurer als Magermilchpulver sondern der Vollmilchpulverpreis lag auch rund 13 % über dem derzeitigen Niveau. Dagegen sind die Auktionspreise für Magermilchpulver Anfang 2013 rund fünf Prozent höher als vor einem Jahr.

Käsepreise etwas schwächer

Um Minus 1,9 % nachgegeben haben bei dieser Auktion auch die Käsepreise (Cheddar). Allerdings waren diese zuletzt kräftig gestiegenen und liegen mit knapp 3.500 US-Dollar pro Tonne fast 500 US-Dollar pro Tonne oder 17 % höher als im Oktober 2012. Fast unverändert geblieben sind hingegen die Preise für Milchfett (AMF). Hier halte sich die Preise bereits seit Mitte November auf einem ähnlichen Niveau. Verteuert haben sich bei der ersten Auktion des neuen Jahres außerdem auch Buttermilchpulver und Protein (MPC). Dagegen gab es für Kasein einen leichten Abschlag von Minus 0,8 %.

Weitere Informationen zu diesem Thema sowie Analysen, Prognosen und Preise zum Milchmarkt finden sie im neuen marktkompass unter Rubrik Milch ...
Auch interessant