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Milchproduktion

Milchmarkt International: Preisrallye kommt zum Stillstand

© Beuermann/landpixel
von , am
17.04.2013

Ende März sind die Auktionspreise an der Global Dairy noch nach oben geschossen. Jetzt stoppen Regenfälle in Neuseeland den rasanten Aufstieg.

© Pinoquio_9/Fotolia
An der globalen Handelsbörse für Milchprodukte ist der außergewöhnlich rasante Anstieg der Auktionspreise Mitte April zum Stillstand gekommen. Grund sind ergiebige Regenfälle auf der neuseeländischen Nordinsel. Am 16. April betrug der Preisaufschlag nur noch knapp ein Prozent. Dennoch haben die Auktionspreise den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreicht. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Auktionspreise beinahe verdoppelt und seit Jahresbeginn haben sich die gehandelten Milchprodukte im Schnitt um 60 Prozent (%) verteuert.

Preise für Magermilchpulver gaben nach

Bei der aktuellen Handelsrunde haben sich nicht mehr alle gehandelten Milchprodukte verteuert. Die Preise für Magermilchpulver gaben sogar erstmals seit Januar wieder um 3,2 % nach. Während aber die vorderen Termine bis Juni noch zulegten gingen die Preise für die hinteren Handelstermine bei Magermilchpulver zweistellig zurück. Diese Entwicklung verdeutlicht die Erwartung der Händler an eine bessere Marktversorgung in der zweiten Jahreshälfte bzw. im neuen neuseeländischen Milchwirtschaftsjahr deutlich an. Allerdings war der Preisanstieg bei Magermilchpulver zuletzt auch sehr kräftig. Seit Februar kletterten die Auktionspreise um 33 % bzw. über 1.200 US-Dollar pro Tonne auf jetzt 4.760 US-Dollar pro Tonne.

Handelsvolumen weiter niedrig

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Weiter zugelegt haben bei dieser Handelsrunde die Preise für Vollmilchpulver. Hier betrug der Preisaufschlag 2,4 % und die Preise lagen bei 5.245 US-Dollar pro Tonne. Auch hier haben sich die hinteren Termine etwas weniger verteuert und für August sogar leicht nachgegeben. Seit Februar sind die Preise für Vollmilchpulver allerdings um fast 45 % bzw. 1.800 US-Dollar gestiegen.
Weitere kräftige Preisaufschläge gab es bei dieser Handelsrunde außerdem für Milchfett (AMF) mit 5,9 %, für Butter mit 6,8 %, für Käse mit 3,4 % und für Buttermilchpulver mit 1,3 %. Das Handelsvolumen hat gegenüber der letzten Auktion zwar leicht zugenommen, war jedoch nicht einmal halb so hoch wie im Februar und erreicht sogar nur 30 % der Handelsmengen von Dezember und Januar.
 
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