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GlobalDairyTrade-Index

Milchmarkt: Lage scheint sich zu stabilisieren

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
22.07.2016

Laut dem jüngsten GlobalDairyTrade-Index können die Preise für Vollmilchpulver zulegen, bei Butter und Magermilchpulver gibt es Abschläge. Der Gesamtindex stabiliert sich.

Bei der jüngsten Auktion der neuseeländischen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT), die am Dienstag dieser Woche stattfand, haben sich die Signale in Richtung Stabilität verstärkt. Der Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, blieb gegenüber dem vorhergehenden Event unverändert.

  • Auf der einen Seite legten die Preise für Butteröl (AMF), Kasein und Vollmilchpulver zu,
  • gleichzeitig wurden bei Butter, Cheddar-Käse sowie Magermilchpulver Rückgänge verzeichnet.

Während es bei den vorangegangenen Auktionen bis Anfang Juni 2016 noch zu deutlichen Preisausschlägen nach oben und unten gekommen war, wurden in den letzten Wochen nur geringe Veränderungen registriert, was von den Analysten als Zeichen der zunehmenden Stabilität am Markt gesehen wird.

So entwickelten sich die unterschiedlichen Produkte

  • Konkret erhöhte sich bei der jüngsten Auktion die Notierung für Butteröl (AMF) gegenüber dem vorherigen Event (Anfang Juli) um 0,2 Prozent (%).
  • Bei Butter wurde ein Minus von 5 % verzeichnet, bei Buttermilchpulver ein Rückgang von 0,5 %.
  • Der Index für Cheddar-Käse gab um 1,1% nach und jener für Lactose um 4 %.
  • Kasein lag dagegen leicht über dem vorherigen Wert (+0,4 %).

Unterschiedlich entwickelten sich erneut die Notierungen im sehr umfangreich gehandelten Pulverbereich:

  • Vollmilchpulver legte im Mittel um 1,9 % zu, wogegen
  • Magermilchpulver mit einem Minus von 1,1 % schwächer tendierte.

Insgesamt wurden bei dieser Auktion Milchprodukte im Umfang von 31.348 t gehandelt, also spürbar mehr als bei den vorhergehenden Auktionen. Die Anzahl der teilnehmenden Bieter lag bei 168.

Analysten sehen Zeichen für zunehmende Stabilisierung

Internationale Fachleute werten das jüngste Auktionsergebnis als Zeichen für eine Stabilisierung am globalen Milchmarkt.

  • Anne Boniface, Analystin der Westpac Institutional Bank, erwartet, dass die Preise noch einige Zeit auf dem gegenwärtigen (niedrigen) Niveau verharren werden, bevor sie gegen Jahresende wieder steigen dürften. Die Käufer am Weltmarkt seien relativ gut mit Ware eingedeckt, ergänzt sie.
  • Susan Kilsby, Milchexpertin des neuseeländischen Marktbeobachters Agri HQ, rechnet damit, dass auch das diese Woche von der EU-Kommission vorgestellte Hilfspaket zur Verbesserung der Situation beitragen werde, weil es einen Anreiz zur Verringerung der Milcherzeugung biete.
  • Auch Tobin Gorey, Commodity-Experte der Commonwealth Bank of Australia, sieht eine Marktbewegung "in die richtige Richtung", wenngleich es kurzfristig noch zu keinen Verbesserungen kommen werde.

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