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GlobalDairyTrade

Milchmarkt: Trend für Milchpreise bleibt positiv

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Anke Fritz, agrarheute
am
22.09.2016

Nicht ganz so euphorisch wie im vergangenen Monat sind die Entwicklungen am globalen Milchmarkt. Der positive Preistrend setzt sich zwar fort, allerdings nicht mehr so deutlich.

Bei der jüngsten Auktion an der internationalen Handelsplattform GlobalDairyTrade (GDT), die gestern stattfand, hat sich der positive Preistrend fortgesetzt, allerdings nicht mehr so deutlich wie bei den drei vorangegangenen Events.

Der Gesamtindex, in dem eine Bandbreite von verschiedenen Molkereiprodukten und Kontrakt-Zeiträumen zusammengefasst ist, erhöhte sich gegenüber dem vorhergehenden Event (Anfang September) um 1,7  Prozent. Mit Ausnahme von Vollmilchpulver wurden für alle anderen gehandelten Standard-Molkereiprodukte höhere Notierungen verzeichnet.

Butterpreis steigt um 3,6 Prozent

  • Bei Butter wurde ein Plus von 3,6 % verzeichnet.
  • Bei Buttermilchpulver ein Erhöhung von 7 %.
  • Auch die Notierung von Magermilchpulver legte im Mittel zu, und zwar um 3%.
  • Den größten Sprung nach oben machte aber Vollmilchpulver (0,2%).

 

Preisentwicklung hängt von Milchanlieferung ab

Für Nathan Penny, Agrarexperte der neuseeländischen ASB Bank, ist das jüngste Auktionsergebnis ein "weiterer Schritt in Richtung besserer Milcherzeugerpreise". Der geringfügige Rückgang der Notierungen für Vollmilchpulver schränke allerdings den Spielraum ein, weil es sich hier um das wichtigste Exportprodukt des marktführenden Molkereiunternehmens Fonterra handle, gibt er zu bedenken. Das abwartende Verhalten mancher Käufer hänge damit zusammen, dass man derzeit eine Bestätigung für die rückläufige Milcherzeugung in Neuseeland suche.

Im August sei laut Fonterra die Anlieferung bereits um 4% geringer als vor einem Jahr ausgefallen, nun warte man auf die Septemberzahlen.

Etwas kritischer sieht Amy Van Ossenbruggen, Analystin des neuseeländischen Marktbeobachters Agri HQ, die jüngsten Auktionsergebnisse - speziell bei Vollmilchpulver. Ein etwas langsamerer Anstieg der Notierungen in den vergangenen Wochen anstatt der größeren Schwankungen hätte dem Markt besser getan, meint sie. Generell sei bei dieser Auktion die Nachfrage nach Milchfett (Butter, AMF) größer ausgefallen als die nach Milchpulver. Dies sei vor allem auf die chinesischen Bieter zurückzuführen, denn das Reich der Mitte signalisiere wieder einen steigenden Bedarf in diesem Bereich

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