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Milchproduktion

Milchmarkt/EU: Weniger Milch in Europa

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von , am
28.03.2013

Im Januar produzierte die Europäische Union rund 2,2 Prozent weniger Milch als Im Jahr zuvor. In Deutschland blieb die Produktion allerdings konstant.

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© krick/agrar-press
Die Milchanlieferung in der Europäischen Union war im Januar 2013 rund 2,2 Prozent (%) kleiner als im Jahr zuvor. Gleichzeitig dürfte die Nachfrage nach europäischen Milchprodukten an den internationalen Märkten in den nächsten Wochen zunehmen. Dies lassen jedenfalls der witterungsbedingte Produktionseinbruch in Neuseeland sowie der darauffolgende Preissprung an der globalen Handelsbörse für Milchprodukte erwarten. Dort kletterten die Auktionspreise auf den höchsten Stand seit 2007.
In Europa beginnt das neue Kalenderjahr jedoch mit einer Produktion die deutlich unter dem Vorjahreswert liegt. Gleichzeitig legten die europäischen Milchauszahlungspreise im Januar leicht zu.

Milchmenge deutlich kleiner

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Mit 11,29 Millionen Tonnen lieferten die europäischen Landwirte im Januar 2013 rund -2,2 % weniger Milch an Molkereien als im letzten Jahr. Dabei war die deutsche Produktionsmenge mit 2,5 Mio. t nahezu stabil. Dagegen lag die angelieferte Milchmenge in Frankreich rund minus drei Prozent unter dem Vorjahreswert, in Irland betrug der Rückgang sogar -11,8 %, im Vereinigten Königreich -5,3 %, in Italien -6,8 %, in Spanien -2,1 % und in Polen -1,2 %. Stabile Produktionsmengen wurden außer aus Deutschland außerdem auch aus den Niederlanden und aus Dänemark gemeldet.
Die Erzeugerpreise für Rohmilch sind im Januar im Schnitt der EU leicht um knapp 1 % auf 34,38 Ct/kg gestiegen und liegen außerdem etwa so hoch wie im Januar 2012. Dabei ist der von der Kommission für Deutschland ausgewiesene Rohmilchpreis mit 34,77 Ct/kg sogar etwas niedriger als Dezember 2012 (35,02 Ct/kg).

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