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Milchproduktion

Milchprämie hat Einkommensverluste durch Preissenkungen nicht kompensiert

von , am
05.10.2009

Kiel - Die mit der Agrarreform von 2003 beschlossene Reduzierung der Milchpreisstützung wurde durch die Zahlung der Milchprämie nicht annähernd ausgeglichen.

© agrar-portal.de

Zu diesem Ergebnis kommen die Kieler Agrarökonomen Prof. Jens-Peter Loy und Carsten Steinhagen in einer Studie, deren Ergebnisse sie bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (GEWISOLA) vergangene Woche in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt vorgestellt haben.

Demnach wurden die Landwirte im Rahmen der Reform bislang bei weitem nicht vollständig für die reformbedingten Einkommensverluste entschädigt. Zwar ergebe sich bei einfachen Vergleichen der Milchauszahlungspreise vor und nach der Reform eine Überkompensation. Dies gelte jedoch nicht bei einer Berücksichtigung der Weltmarktpreisänderungen. In diesem Fall beziffern die Wissenschaftler die Unterkompensation für den Zeitraum 2004 bis 2008 auf rund 100 Prozent.

Allerdings habe die Unterkompensation im Zeitablauf abgenommen. Dies deuten Loy und Steinhagen als Indiz, dass bei hohen Weltmarktpreisen mittelfristig keine oder zumindest nur eine geringe Kompensation für einen vollständigen Ausgleich der Preisdifferenz erforderlich wäre. Die Agrarökonomen bezweifeln zugleich, dass bei schwankenden Weltmarktpreisen und unterschiedlicher profitabler Verwertungen der Milch eine fixe Milchprämie überhaupt geeignet ist, reformbedingte Einkommensrückgänge auszugleichen. Zu beobachten seien stattdessen relativ willkürliche und im Zeitablauf stark schwankende Umfänge der Kompensation. (AgE)

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