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Milchmarkt

Milchpreis: Das bekommen Landwirte in 10 großen Erzeugerländern

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
08.04.2016

Der Weltmarkt für Milchprodukte ist im Moment äußerst angespannt. Das spüren nicht nur die deutschen Landwirte im Geldbeutel. Wo der Milchpreis in zehn der größten Erzeugerländer im Moment durchschnittlich liegt, lesen Sie hier.

Kühe werden gemolken

Das britische Agrar-Fachmagazin Farmers Weekly zeigt in einem aktuellen Beitrag, wo die Milchpreise im Moment weltweit liegen. Dabei werden die durchschnittlichen Auszahlungspreise von zehn der größten Milcherzeuger verglichen und die Entwicklung über die letzten zwölf Monate gezeigt. Die Autoren weisen aber darauf hin, dass die Unterschiede auch innerhalb der Länder teils erheblich sind.

Die Preise sind dabei in Penny je Liter angegeben (Umrechnung: 1 britisches Pfund = 1,2389 Euro; Stand: 08. April)

Das bekamen die Milchbauern im Schnitt

Erzeugerlanddurchschnittl. Milchpreis12-MonatsvergleichNeuseeland16-17 Cent/l (März)17 Prozent wenigerIndien20-21 Cent/l (März)38 Prozent wenigerUSA28 Cent/l (Januar)8,5 Prozent wenigerDeutschland28 Cent/l (Januar)8,4 Prozent wenigerNiederlande28 Cent/l (Januar)5,2 Prozent wenigerAustralien27-29 Cent/l (Februar)6,7 Prozent wenigerIrland28 Cent/l (Janaur)13,9 Prozent wenigerGroßbritannien29 Cent/l (Januar)12 Prozent wenigerKanada46 Cent/l (Februar)6,4 Prozent wenigerChina47-48 Cent/l (Januar)4,7 Prozent mehr

Deutschland steigerte die Milchmenge in 2015 um 1,6 Prozent

  • Wie Farmers Weekly schreibt, haben die deutschen Milcherzeuger in den vergangenen zwölf Monaten die Produktion ausgeweitet, jedoch nicht in dem Maße wie andere europäische Nationen. Demzufolge wurden in Deutschland in 2015 rund 32 Milliarden Liter Milch erzeugt, was einem Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber 2014 entspricht.
  • In Neuseeland verbleiben nur fünf Prozent der erzeugten Milchmenge im Land. Die extreme Exportorientierung macht die dortigen Erzeuger in noch stärkerem Maße vom Weltmarkt abhängig. Trotz der niedrigen Erzeugerkosten werden die neuseeländischen Milchfarmer wohl die schlechtesten Erlöse seit 2006/07 erwirtschaften.
  • In den USA wächst die Milchproduktion aktuell unter ein Prozent pro Jahr, zeitgleich steigt nach Branchenangaben der Konsum von Käse und Butter. Ein schleppender Export und niedrige Weltmarktpreise halten aber auch die US-Milchpreise unten.
  • Für den Milchpreis in China ging es in den letzten Monaten mal rauf und mal runter. Wie Farmers Weekly schreibt, gingen die Preise von bis zu 56 Cent/l im Februar 2014 auf 45 Cent/l im Frühjahr 2015. Seitdem haben sie aber wieder auf 48 Cent/l angezogen.

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