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Milchproduktion

Milchpreis: Hoffnung kommt vom anderen Ende der Welt

von , am
03.09.2015

In Deutschland ist noch nichts zu merken, aber am anderen Ende der Welt scheint sich der Milchpreis zu erholen. Am Neuseeländischen Terminmarkt steigen seit Mitte August die Preise für Milchprodukte.

Fonterra rechnet in diesem Jahr mit einer um zwei Prozent gedrosselten Milchproduktion in Neuseeland. © JM Fotografie/fotolia.com
Der kräftige Anstieg der Preise an der internationalen Handelsplattform für Milchprodukte GlobelDairyTrade wird begleitet von einem gleichermaßen kräftigen Anstieg der Preise an der neuseeländischen Terminbörse für Milchprodukte (NZX Dairy Derivatives). Dort sind die Futures-Preise seit Mitte August ebenfalls sehr kräftig gestiegen und steigen auch Anfang September weiter. Das berichtet Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite der Fachzeitschrift agrarmanager. Gleichzeitig zeigen die Preise für die dort gehandelten Milchprodukte auch für die nächsten Monate und für das erste Halbjahr 2016 einen weiteren Preisanstieg an.

Preise für Milchprodukte steigen

Am neuseeländischen Terminmarkt für Milchprodukte (NZX) werden Futures für Vollmilchpulver, Magermilchpulver, wasserfreies Milchfett und Butter gehandelt. Seit Mitte August sind die Preise für alle gehandelten Produkte an der NZX kräftig gestiegen. Insbesondere bei Voll- und Magermilchpulver zeigen zudem die Preiserwartungen für die nächsten Monate sehr deutlich nach oben. Allerdings waren die Kontraktpreise zuvor Mitte August auch auf den bislang tiefsten Stand an der etwa seit Mitte 2010 mit Milchkontrakten handelnden neuseeländischen Terminbörse NZX abgerutscht.

Drosselung der Milchproduktion zeigt Wirkung

Das wichtigste am neuseeländischen Terminmarkt (NZX) gehandelte Milchprodukt ist Vollmilchpulver. Hier waren die Preise Anfang August bis auf 1.450 US-Dollar je Tonne gefallen und damit noch unter dass zur gleichen Zeit an der GlobalDairyTrade notierte Niveau von 1.590 US-Dollar je Tonne. Ab Mitte-August ging es mit den WMP-Preisen jedoch wieder steil bergauf, nachdem Fonterra eine Drosslung der Produktion des für den Handel mit China mit Abstand wichtigsten Milchproduktes angekündigt hatte.
 
Bis Ende August schnellten die Preise an der NZX bis auf 2.260 US-Dollar je Tonne nach oben und lagen damit 56 Prozent bzw. 810 US-Dollar je Tonne höher als zwei Wochen zuvor. Zwischenzeitlich gingen die Preise dann noch einmal bis auf 1.920 US-Dollar nach unten um dann Anfang September wieder auf 2.080 zu steigen.
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