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Milchproduktion

Milchpreis: Rohstoffwert geht unter die 40 Cent

© landpixel
von , am
03.05.2014

Kiel - Der Kieler Rohstoffwert Milch ist im vergangenem Monat erstmals seit April 2013 wieder unter die 40 Cent-Marke gesunken. Nach dem vierten Rückgang in Folge liegt er für April 2014 bei 38,5 Cent je Kilo.

1,1 Millionen kg Milch zuviel haben die deutschen Landwirte im letzten Jahr der Milchquote geliefert. © Mühlhausen/landpixel
Das ist ein satter Rückgang von 2,2 Cent gegenüber dem März. Seit Januar unterliegt der Rohstoffwert Milch einem Abwärtstrend. Dieser setzt sich eigentlich seit dem Hoch vom letzten September mit 45,6 Cent - mit Unterbrechung im Dezember - fort. Der Trend zeigt nach Einschätzung des ife Instituts für Ernährungswirtschaft in Kiel auch im Mai nach unten.
 
Im April lag der Rohstoffwert für Milch ab Hof (vier Prozent Fett) bei 38,5 Cent je Kilogramm (ct/kg). im April vor einem Jahr lag er ähnlich bei 39,5 Ct/kg.

Magermilchpulver fast 20 Cent gefallen

Butter gab im April um 5 Cent auf nun 355,0 ct/kg nach. Im März lag der Rückgang gar bei 25,4 Cent. Magermilchpulver verlor 19,7 Cent auf 287,2 ct/kg. Der Fettwert liegt mit Minus 0,2 ct/kg nahezu stabil bei 15,4 Cent je Kilogramm.
 
Hintergrund ist die saisonal steigende Milchproduktion. Das wachsende Angebot wirkt sich negativ auf die Preise aus. Der Höhepunkt der Milchproduktion in Europa ist im Regelfall im Mai erreicht.

Berechnungsgrundlage

Der Rohstoffwert Milch kann nicht dem Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei gleichgesetzt werden. Für die monatliche Berechnung verwendet das ife-Institut die Erlöse aus Butter (geformt und lose) sowie Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität). Basis sind die Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten und der Amtlichen Notierungskommission für Butter und Käse in Hannover.
 
Langfristige Kontrakte werden nicht berücksichtigt. Seit Januar 2011 wird der Rohstoffwert für Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß berechnet.
 

Marktreport: Spotmilchpreise fallen weiter (April 2014)

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