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Milchproduktion

Milchpreis: Rohstoffwert geht einen Cent hoch

von , am
20.12.2013

Kiel - Der Kieler Rohstoffwert Milch ist im Dezember wieder gestiegen. Während er in den letzten beiden Monaten abnahm, stieg er im Dezember wieder um einen Cent auf nun 44,8 Cent/kg.

© Pinoquio_9/Fotolia
Im Dezember stetzte konnte der Kieler Rohstoffwert Milch seinen Abwärtstrend der letzten beiden Monate stoppen. Mit 44,8 Cent je Kilogramm (ct/kg) für Milch ab Hof (vier Prozent Fett) lag man um einen Cent über dem Vormonat. Bei Butter gab es erneut einen Preisrückgang von 5,3 Cent auf 417,5 ct/kg. Dennoch bewegt sich der Rohstoffwert stabil auf einem hohen Niveau.

Magermilchpulver legt stark zu

Magermilchpulver konnte den Preisrückgang der letzten Monate stoppen und legte um starke 13,1 Cent auf jetzt 319,6 ct/kg zu. Im Dezember vor einem Jahr lag der Preis noch bei 257,6 ct/kg lag. Butter liegt mit 417,5 ct/kg rund zehn Cent unter dem Jahreshoch von 427,2 Cent/kg im September. Der Fettwert ist gegenüber dem Vormonat November um 0,3 auf 18,3 Cent/kg gesunken.
Im zurückliegenden Jahr sind die Exportpreise für die wichtigsten Milchprodukte an den europäischen Exporthäfen im Schnitt um 20 bis 30 Prozent (%) gestiegen. Am stärksten verteuerte sich Vollmilchpulver (30 %) am geringsten war der Preisanstieg für Käse (20 %). Die Preise für Butter und Magermilchpulver sind etwa 25 % höher als vor einem Jahr. Der internationale Preisindex für Milchprodukte an der globalen Handelsbörse GlobalDairyTrade war bei der letzten Auktion im Dezember rund 50 % höher als vor einem Jahr.

Berechnungsgrundlage

Der Rohstoffwert Milch kann nicht dem Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei gleichgesetzt werden. Für die monatliche Berechnung verwendet das ife-Institut die Erlöse aus Butter (geformt und lose) sowie Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität). Basis sind die Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten und der Amtlichen Notierungskommission für Butter und Käse in Hannover. Langfristige Kontrakte werden nicht berücksichtigt. Seit Januar 2011 wird der Rohstoffwert für Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß berechnet.
 
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