Login
Milchproduktion

Milchpreis: Rohstoffwert sinkt weiter

© landpixel
von , am
28.03.2014

Kiel - Der Kieler Rohstoffwert Milch ist im März den dritten Monat in Folge gesunken. Mit 40,7 Cent je Kilo liegt er 2,5 Cent unter dem Februarwert. Am stärksten bergab ging es mit Minus 25,4 Cent für Butter.

31,32 Millionen Tonnen Milch haben deutsche Milchbauern 2014/2015 an Molkereien geliefert. © landpixel
Seit Januar unterliegt der Rohstoffwert Milch einem Abwärtstrend. Der hat sich auch im März fortgesetzt und soll nach Einschätzung des ife Instituts für Ernährungswirtschaft in Kiel auch im April weitergehen.
 
Im März lag der Rohstoffwert für Milch ab Hof (vier Prozent Fett) bei 40,7 Cent je Kilogramm (ct/kg). Das sind 2,5 Cent weniger als im Februar.

Butter verliert am Stärksten

Am stärksten bergab ging es im März bei Butter. Hier ist der Preis um 25,4 Cent auf 360,0 ct/kg gefallen. Magermilchpulver verlor 12,9 Cent auf 306,9 ct/kg. Der Fettwert hingegen blieb mit Minus 1,2 ct/kg nahezu stabil bei 15,6 Cent je Kilogramm.
 
Hintergrund ist die saisonal steigende Milchproduktion. Das wachsende Angebot wirkt sich negativ auf die Preise aus. Der Höhepunkt der Milchproduktion in Europa ist im Regelfall im Mai erreicht.

Berechnungsgrundlage

Der Rohstoffwert Milch kann nicht dem Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei gleichgesetzt werden. Für die monatliche Berechnung verwendet das ife-Institut die Erlöse aus Butter (geformt und lose) sowie Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität). Basis sind die Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten und der Amtlichen Notierungskommission für Butter und Käse in Hannover.
 
Langfristige Kontrakte werden nicht berücksichtigt. Seit Januar 2011 wird der Rohstoffwert für Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß berechnet.
 

Marktreport: Erzeugerpreise deutlich unter dem Vorjahr

Auch interessant