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Milchproduktion

Milchpreis: Rohstoffwert steigt wieder

© landpixel
von , am
01.07.2014

Kiel - Der Rohstoffwert Milch ist im Juni um 0,5 Cent auf 36,9 Cent je Kilogramm Milch gestiegen - ein Indiz für die für Juni erwartete Marktstabilisierung.

Aktuell wird auch wegen der niedrigen Preise die Milchanlieferung etwas zurückgefahren. © fotolyse/fotolia
Nachdem Mitte Juni bereits die Spotmilchpreise um rund zehn Cent gestiegen waren, zieht jetzt auch der Rohstoffwert Milch nach: Im Juni ist er um 0,5 Cent auf 36,9 Cent je Kilogramm (ct/kg) gestiegen. Der Preis bezieht sich auf Milch ab Hof mit vier Prozent Fett.
 
Das ife Institut für Ernährungswirtschaft, welches den Rohstoffwert Milch allmonatlich errechnet, geht für Juli von einem anhaltend positiven Trend aus. Auch unser Marktexperte Dr. Olaf Zinke (Redaktionsleiter Marktkompass) rechnet für Juni mit einer Stabilisierung des Marktes, nachdem im April und Mai die Preise für die wichtigsten Milchprodukte im deutschen Großhandel noch einmal kräftig zurückgegangen waren.

Preis für Butter und Magermilchpulver steigt

Der Rohstoffwert Milch wird aus den Butter- und Magermilchpulverpreise errechnet. Für den Anstieg des Preisindex waren im Juni beide Produkte verantwortlich.
 
So gibt das ife Institut den Preis für Magermilchpulver mit 275,9 ct/kg an - im Vergleich zum Mai ist das ein Plus von fünf Cent.
 
Der Butterpreis ist um 1,2 Cent auf 345,3 ct/kg gestiegen. Für beide Produkte rechnet das ife Institut mit einer stabilen Entwicklung im Juli. Der Fettwert ist mit 14,9 ct/kg im Vergleich zum Mai stabil geblieben.
 

Berechnungsgrundlage

Der Rohstoffwert Milch kann nicht dem Milchauszahlungspreis einer bestimmten Molkerei gleichgesetzt werden. Für die monatliche Berechnung verwendet das ife-Institut die Erlöse aus Butter (geformt und lose) sowie Magermilchpulver (Lebensmittel- und Futtermittelqualität). Basis sind die Notierungen der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten und der Amtlichen Notierungskommission für Butter und Käse in Hannover.
 
Langfristige Kontrakte werden nicht berücksichtigt. Seit Januar 2011 wird der Rohstoffwert für Standardmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß berechnet.

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