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Milch

Milchpreis: Spotmarktpreise steigen auf 37 Cent

Dieser Artikel ist zuerst im Agrarmanager erschienen.

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Die Erzeuger fragen sich, wieviel kommt von den 4 Cent bei ihnen an? © BK/fotolia.com
von , am
01.06.2017

Die Spotmarktpreise für die zwischen den Molkereien gehandelte Rohmilch sind Ende Mai sehr kräftig gestiegen. Das sind die Ursachen.

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© Olaf Zinke

In Deutschland bewegen sich die Spotmarktpreise Ende Mai bei 37,0 Cent. Das sind etwa 7 Cent höhere Preise als Anfang Mai, wie Marktexperte Olaf Zinke vom agrarmanager berichtet. Außerdem ist das Niveau am Spotmarkt damit aktuell etwa 4,4 Cent höher als der letzte von der BLE offiziell gemeldete Milchpreis vom März 2017. Dieser lag für für Milch mit natürlichem Fettgehalt bei 33,06 Cent und für Milch mit 4,0 Fett und 3,4 % Eiweiß bei 32,63 Cent.

Damit sind die Spotmarktpreise (37,0) erstmals seit Dezember 2016 wieder höher als die Auszahlungspreise. Von November 2016 (41,0 Cent) bis April 2017 (30,0 Cent) sind die Milchpreise am Spotmarkt in Deutschland um mehr als 10 Cent zurückgegangen und erst jetzt Ende Mai wieder kräftig gestiegen.

Rekordpreise für Milchfett, Angebot nicht groß

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© Olaf Zinke

Eine Ursache für den kräftigen Anstieg der Spotmarktpreise dürfte in den zuletzt kräftig steigenden Großhandelspreisen (Milchverwertung) für Butter und sonstiges Milchfett liegen. Auch die Käsepreise haben sich zumindest stabilisiert. Hinzu kamen zuletzt die höheren Abschlüsse für Trinkmilch.

Die Exportpreise für Milchprodukte sind im Mai ebenfalls gestiegen und erreichten für Milchfett (Butter und AMF) ebenfalls neue Rekordmarken.

Zudem lag die wöchentliche Milchanlieferung in Deutschland Mitte Mai etwa 3,6 % unter dem Vorjahr und deutet auf eine keineswegs reichliche Versorgung am Rohstoffmarkt hin. In den ersten drei Monaten des Jahres (Januar bis März) lag die Anlieferungsmenge etwa 4,9 % unter dem Vorjahr. Im März hatte sich der Abstand zum Vorjahr allerdings auf 2,8  % verkürzt. 

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