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Milchproduktion

Milchpreis: Tiefpunkt erreicht?

von , am
11.08.2015

Der Milchpreis ist im Keller. Ob es noch weiter runter geht oder doch wieder langsam bergauf, so genau weiß das wohl keiner. Eine vorsichtige optimistische Meldung kommt jetzt allerdings aus Brüssel.

Im Juli ging die angelieferte Milchmenge in Deutschland um 1,3 Prozent zurück, bleib aber nüber dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
Aus Brüssel kommt ein Hoffnungsschimmer, dass die Talsohle des Milchpreises erreicht sein könnte. Wie aus aktuellen Zahlen der EU-Preisbeobachtungsstelle für den Milchmarkt hervorgeht, wird der durchschnittliche EU-Erzeugerpreis für Milch im Juli vorläufig mit 30,03 Cent/l angegeben. Das bedeutet nach monatelanger Talfahrt eine hauchdünne Stabilisierung, denn im Juni betrug das Mittel nach jetzt gesicherten Angaben 29,99 Cent/l. Zuletzt gab es im Februar ein ähnliches, ebenfalls marginales Plus, das jedoch nicht den Umschwung einläutete.
 
 

Molkereien verarbeiten 1,8 Prozent mehr Milch als im Vorjahr

Die Milchanlieferungen an die Molkereien in Deutschland haben sich während der Woche zum 2. August regional unterschiedlich entwickelt; insgesamt dürfte aber der saisonale Abwärtstrend gebremst oder sogar gestoppt worden sein. Nach Angaben der Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich das dortige Rohstoffaufkommen gegenüber der Vorwoche um 1,1 Prozent. Die Vorjahreslinie wurde in diesem Bundesland weiterhin klar übertroffen, und zwar um 4,4 Prozent. In Rheinland-Pfalz bekamen die Molkereien ebenfalls mehr Rohstoff angedient; laut Milchwirtschaftlicher Arbeitsgemeinschaft stieg die Verarbeitungsmenge im Vorwochenvergleich um 2,3 Prozent. Für Niedersachsen berichtete die dortige Landesvereinigung allerdings von einem saisonalen Anlieferungsrückgang. Dieser belief sich im Berichtszeitraum auf 0,6 Prozent; das Vorjahresaufkommen wurde jedoch deutlich um 5,9 Prozent übertroffen. Bundesweit hatte die Milchmenge in der Woche zum 26. Juli jahreszeittypisch um 1,3 Prozent abgenommen; trotzdem konnten die Molkereien 1,8 Prozent mehr Milch verarbeiten als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.
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