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LTO-Milchpreisvergleich

Milchpreis: Das zahlten führende EU-Molkereien im August

© countrypixel/Fotolia
von , am
10.10.2017

Führende deutsche Molkereien haben auch im August überdurchschnittlich ausgezahlt. Schwach waren französische und dänische Molkereien.

Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im August im Schnitt 36,03 Cent netto/kg Rohmilch und damit gut 0,8 Cent mehr als im Juli. Gegenüber dem Vorjahresniveau ist das ein Plus von 8,83 Cent/kg oder 32,5 Prozent.

Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Basis sind 4,2 %, Fett, 3,4 % Eiweiß und eine jährliche Anlieferung von 500 t, ohne Mehrwertsteuer.

Das Deutsche Milchkontor (DMK) erhöhte seinen Milchpreis im August erneut. Laut LTO zahlte DMK 37,86 Cent/kg. Das waren knapp 2 Cent mehr als im Juli. Die Sachsenmilch in Leppersdorf kam auf 37,76 Cent/kg, was einem Plus von rund 0,5 Cent/kg gegenüber Juli entspricht.

Hochwald und Arla schwächer als EU-Schnitt

Damit haben die deutschen Molkereien den EU-Durchschnitt klar hinter sich gelassen. Nur die Hochwald Milch eG, blieb mit 33,17 Cent/kg deutlich um 2,6 Cent hinter dem EU-Milchpreis zurück. Für September hat Hochwald aber den Auszahlungspreis erhöht.

Auch Arla Foods schnitt im EU-Ranking weniger gut ab. Mit 35,53 verfehlte die Großmolkerei den EU-Schnitt um 0,5 Cent/kg. Ähnlich erging es den französischen Molkereien. Dort erreichte nur Sodiaal mit 36,08 Cent/kg den EU-Milchpreis. Danone. Lactalis und Savencia leisteten sich geringere Auszahlungen.

Spitzenpreis bei 40,7 Cent/kg

Die rote Laterne im EU-Ranking hat die Molkerei Dairy Crest aus dem Vereinigten Königreich. Sie zahlte sogar nur 29,30 Cent/kg aus, was 0,8 Cent weniger als im Juli ist.

Der Spitzenpreis lag bei 40,71 Cent/kg. Den bekamen die Lieferanten der italienischen Molkerei Granarolo.

 

Wichtige Molkereien mit ihren Milchpreisen

Molkerei Land Aug 17 Juli 2017 gleitender 12-Monatsschnitt 1)
MilcobelBE37,0136,0133,88
Sachsenmilch (Leppersdorf)DE37,7637,2732,37
DMK Deutsches MilchkontorDE37,8635,8831,76
Arla Foods DKDK35,5334,5532,31
ValioFI36,3636,3635,20
SavenciaFR34,9434,9432,54
DanoneFR35,6535,6533,24
LactalisFR34,7433,8532,18
SodiaalFR36,0835,1132,51
Dairy CrestUK29,3030,1330,20
Dairy GoldIE36,3034,8031,99
GlanbiaIE34,8433,8531,74
Kerry AgribusinessIE35,8634,4231,55
GranaroloIT40,7138,7738,31
FrieslandCampinaNL37,4536,2433,75
EU-Durchschnitt  36,03 35,19 32,90
Hochwald Milch eGDE33,1733,1730,69
EmmiCH51,6253,3549,09
FonterraNZ34,0833,9832,80
United States Class IIIUS35,7134,337,08
Quelle: LTO
ct/kg, 4,2%Fett,3,4% Eiweiß, ohne MwSt., 500.000 kg Jahresanlieferung;
1) ohne Nachzahlungen;
2) Arithmetisches Mittel;
3) aktuelle Prognose,
4) laut USDA.

Ein israelischer Milchviehbetrieb: Roboter und extreme Hitze

Herdenmanager Delum Shalem erzählt, dass die Hauptprobleme für die israelische Milchwirtschaft in der extremen Hitze im Sommer, den hohen Futtermittel- sowie Lohnkosten lägen. © Helge Plougmann Nielsen
Der Betrieb Mishmar HaEmek beschloss daher vor etwas über zehn Jahren, in vier Lely Roboter zu investieren. "Es handelte sich um die ersten Melkroboter, die es hier in Israel gab", erklärt Shalem. © Helge Plougmann Nielsen
Um die Investition stemmen zu können, mussten die Lohnkosten halbiert werden. Das gelang dem Betrieb. Zudem steigerte sich die Milchleistung. Heute liege die Leistung bei 12.300 kg Milch pro Kuh. © Helge Plougmann Nielsen
Im Winter werden die einmal pro Tag gefüttert, im Sommer zwei Mal. Die haben freien Zugang zu den Robotern, den Kraftfutterautomaten sowie dem Futtertisch. © Helge Plougmann Nielsen
Israel reguliert per Milchquoten. Der Betrieb Mishmar HaEmek hat eine Quote von 3,2 Millionen Kilogramm. Sie verändert sich jährlich. © Helge Plougmann Nielsen
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