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LTO-Vergleich

Milchpreise: Diese Molkereien zahlten 2016 am meisten

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
30.06.2017

Im europäischen Milchpreisvergleich 2016 der LTO enttäuschen deutsche Molkereien. Müller und DMK sind in der unteren Tabellenhälfte zu finden. Das es auch anders geht, zeigen folgende Molkereien.

Blick in den Milchtank

Mit einem Milchpreis von 24,71 Cent/kg im Jahr 2016 hat die DMK Group im europäischen Vergleich nur Platz 13 (von 16) erreicht. Die DMK-Tochter DocKaas rangiert mit 23,96 Cent/kg sogar auf dem vorletzten Platz, wie der aktuelle LTO-Jahresmilchpreisvergleich 2016 zeigt. Für DMK-Chef Ingo Müller ist das ein "unbefriedigendes Ergebnis", wie er auf der Bilanzpressekonferenz einräumte.

Die Sachsenmilch in Leppersdorf zahlte im Jahresschnitt 2016 zwar rund 1,4 Cent/kg mehr als DMK Group aus (26,10 Cent/kg), landete damit aber nur auf Platz 11. Basis sind jeweils 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß, netto für 500 t Jahresmilchanlieferung.

Beide deutsche Molkereien verfehlten damit den EU-Schnitt 2016 von 28,30 Cent/kg deutlich. Dieser lag rund 2,8 Cent/kg oder 13,5 Prozent niedriger als 2015. Nicht ins Ranking einbezogen ist die Hochwald-Gruppe. Sie erreichte laut LTO aber einen Milchpreis von 26,36 Cent/kg. Das war immerhin mehr als DMK und Müller.

Lactalis auf guten Platz im Mittelfeld

Wie zu erwarten war, liegt die italienische Molkerei Granarolo mit 36,83 Cent/kg an der Spitze, gefolgt von Valio aus Finnland, die 35,21 Cent/kg auszahlte. Mit großen Abstand dahinter folgt die französische Danone-Gruppe. Sie zahlte ihren Milchbauern 31,57 Cent/kg aus, was nur 1,5 Cent weniger als 2015 war. Auf dem vierten Platz rangiert FrieslandCampina, die mit 30,80 Cent/kg gut 6 Cent/kg mehr als DMK Group auszahlte.

Lactalis, die ab September 2017 die deutsche Omira-Gruppe übernimmt (siehe dlz 7/2017), war unter den französischen Molkereien, die im LTO-Vergleich gelistet sind, das Schlusslicht. Im vergangenen Jahr kam sie nur auf 29,31 Cent/kg, was aber immerhin gut 1 Cent mehr war als im EU-Schnitt. Lactalis nimmt damit auf einem guten Platz imMittelfeld (7. Platz).

Einen Rang schlechter als Lactalis war Arla Foods in Dänemark. Die Genossenschaft kam nur auf 28,28 Cent/kg im Jahresmittel.

Milchpreis in Neuseeland gestiegen

Während die Milchbauern in Europa 2016 mit fallenden Milchpreisen klar kommen mussten, konnte sich die neuseeländischen Farmer über einen kräftigen Anstieg freuen. Sie erhielten mit 28,02 Cent/kg beachtliche 6,98 Cent/kg mehr. Allerdings war 2015 der neuseeländische Milchpreis von Fonterra mit 21,05 Cent/kg äußerst niedrig.

Im Gegensatz dazu gingen die Milchpreise in den USA um rund 1,8 Cent auf 33,99 Cent/kg zurück (Class III). Das waren aber immerhin 5,7 Cent/kg mehr als EU-Bauern im Schnitt erhielten.

Mit Material von LTO

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Kalendermotiv Alpenmilk 2017
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