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Milchproduktion

Milchpreise: Seit Oktober 2008 erstmals über 30-Cent-Marke

von , am
31.08.2010

München/Bonn - In Deutschland sind die Milcherzeugerpreise im Juli weiter gestiegen und überschritten die 30-Cent-Marke. Der Bundesdurchschnitt lag nach Schätzungen der AMI bei 30,7 Cent je Liter.

© Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft

Erstmals seit Oktober 2008 wurde somit im Juli 2010 die 30-Cent-Marke durchbrochen. Die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) meldete damit für Milch mit standardisierten Inhaltstoffen (3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß) einen um gut einen Cent gestiegenen Auszahlungspreis gegenüber dem Vormonat (29,6 Cent je Liter).

Ausgewählte Molkereien des dlz agrarmagazins verzeichneten ebenfalls durch die Bank Preisanstiege. Bei 4,2  % Fett und 3,4 % Eiweiß zahlt die Hohenloher Molkerei mit 33,3 Cent je Liter derzeit den höchsten Preis. Den niedrigsten Preis zahlt weiterhin Schwälbchen mit 29,6 Cent je Liter. Einen Anstieg des Auszahlungspreises von zwei Cent je Liter im Vergleich zum Vorjahresmonat melden die Molkerei Friesland Campina und Müller in Aretsried.

Stabile Preise erwartet

Obwohl sich die Milcherzeuger im Juli über höhere Milchpreise freuen konnten, ist in den nächsen Wochen von überwiegend stabilen Preisen auszugehen. Grund dafür sind die Märkte für Butter, Käse und Milchdauerwaren, an denen sich die Preise beruhigt haben.  

Am Markt für Schnittkäse dagegen geht man von anziehenden Preisen aus, da das Niveau in den Vorjahreskontrakten sehr niedrig war. Zudem hoffen die Molkerein wegen der Trockenheit auf eine verstärkte Exportnachfrage aus Osteuropa. (pd)

 

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