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Analyse

Milchpreise im Süden am höchsten

Milchpreis: Risiko praktikabel managen
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
19.06.2017

Die Milchpreise sind in Deutschland den dritten Monat in Folge stabil. Dabei sind die Preise im Süden leicht gestiegen, während sie im Norden leicht gesunken sind.

Die Milchpreise blieben nicht in allen Bundesländern unverändert, berichtet dlv-Marktexperte Dr. Olaf Zinke im  agrarmanager. So sind die Milchpreise in Bayern und Baden-Württemberg  sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt im April leicht gestiegen. Dagegen ging es mit den Preisen in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Mecklenburg-Vorpommern und Hessen/Rheinland-Pfalz leicht nach unten. Weitgehend unverändert blieben die Preise im April in Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg.

Im April lag der von der BLE für Milch mit 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß ausgewiesene Milchpreis (ab Hof) bei 32,66 Cent je kg. Im März hatte die BLE für Deutschland einen Milchpreis von 32,63 Cent ermittelt.

Preise bei natürlichem Fettgehalt etwas schwächer

Der Auszahlungspreis für Milch mit natürlichem Fettgehalt (4,10 % Fett und 3,42 % Eiweiß) lag im April bei 33,0 Cent, nach einem Preis von 33,06 Cent im März. Das war für den April ein leichter Rückgang um 0,06 Cent und gleichzeitig 0,43 Cent mehr als für die Milch mit dem standardisierten Auszahlungspreis (32,66 Cent). Im April waren Fettgehalte nochmals leicht zurückgegangen, während der Eiweißgehalt der Milch stabil blieb. Für den Monat April meldet die BLE einen durchschnittlichen Fettgehalt der angelieferten Milch von 4,10 % sowie einen Eiweißgehalt von 3,42 %.

 

Ranking der Milchpreise in Deutschland

  1. Die höchsten Milchpreise (für Rohmilch mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß, ab Hof) wurden im April erneut in Bayern ausgezahlt. Im April lag der Preisaufschlag in Bayern bei 0,14 Cent auf 33,33 Cent.
  2. Auf die Position zwei in der Höhe der Auszahlungspreise lag wie schon im Vormonat Baden-Württemberg. Dort sind die Preise (am stärksten) um 0,22 Cent auf 33,15 Cent je kg gestiegen.
  3. Den dritthöchsten Milchpreis meldete man im April erneut aus Thüringen mit 33,04 Cent. In Thüringen haben die Auszahlungspreise im April um 0,12 Cent zugelegt.
  4. Den vierthöchsten Milchpreis zahlte man im April in Sachsen mit 32,80 Cent. Im Vergleich zum Vormonat haben sich die Milchpreise in Sachsen nicht verändert.
  5. Auf Position fünf in der Höhe der Auszahlungspreise rückte im April Sachsen-Anhalt. Von zahlte man im April einen Preis von 32,74 Cent. Das ist ein Anstieg zum Vormonat von 0,07 Cent
  6. Eine Position nach hinten gerutscht im Ranking der Bundesländer ist Nordrhein-Westfalen, mit einem Auszahlungspreis 32,67 Cent. Im Vergleich zum Vormonat sind die Milchpreise in Nordrhein-Westfalen im April um 0,12 Cent zurückgegangen.
  7. Auf Platz 7 im Preis-Ranking der Bundesländer liegt Mecklenburg-Vorpommern. Dort haben die Auszahlungspreise im April um 0,11 Cent auf 32,66 Cent je kg Milch nachgegeben. 

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