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Milchmarkt

Milchpreise: Weltmarkt schwächelt weiter

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Josef Koch, agrarheute
am
17.10.2017

Der Druck am Weltmilchmarkt setzt sich Mitte Oktober fort. Für die Preise heißt das nichts Gutes.

Milchpulverproduktion Fonterra

Bei der Auktion der GlobalDairyTrade am 17. Oktober notierten die Preise mit 3.204 US-Dollar je Tonne oder 2.728 Euro je Tonne rund 1 Prozent schwächer. Der Handelsindex ging um 1 Prozent zurück. Gehandelt wurden 35.669 t. Das waren gut sechs Prozent weniger als bei der Auktion vor zwei Wochen. Vor allem Butter und Magermilchpulver kamen unter die Räder.

Weniger Geld für Butter

Die Butterpreise erlitten bei der Auktion erneut einen Dämpfer. Sie gingen um 2,5 Prozent auf 5.736 US-Dollar/t oder 4.884 Euro je Tonne zurück. Noch niedriger wurde Butter für die Lieferungen von Januar bis März am internationalen Markt gehandelt.

An der EEX Leipzig indes konnten sich Preise nach der GDT-Auktion noch stabil halten. 

Magermilchulver: Hohes Angebot verhindert Preiserholung

Das traf auf Magermilchpulver nicht zu. So gingen an der europäischen Börse die Preise für die Lieferkontrakte bis März um rund 2 Prozent zurück, bei allerdings regem Handel. Kurz vor Börsenschluss kam es zu 143 Abschlüssen.

Die internationalen Preise für Magermilchpulver rutschten am 17. Oktober aufgrund des umfangreichen Angebots noch tiefer ins Preistal. Auf Dollarbasis waren sie mit 1.797 US-Dollar/t (1.530 €/t) um 5,6 Prozent schwächer. Vollmilchpulver war indes mit 3.014 US-Dollar/t oder 2.566 Euro/t nur 0,5 Prozent niedriger.

Bis zum Frühjahr ist mit keiner Erholung der Milchpulverpreise zu rechnen. Bei der Auktion notierten diese Liefertermine sogar noch schwächer als die Herbsttermine.

Käsepreise behaupten sich

Im Gegensatz zu Butter und Magermilchpulver konnten sich die Käsepreise (Cheddar) behaupten. Sie verharrten bei 4.107 US-Dollar je Tonne oder auf 3.497 Euro/t. Allerdings wurden die Kontrakte bis Frühjahr leicht niedriger bewertet als die prompten Herbsttermine.

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