Login
Milchproduktion

Milchpulver etwas preiswerter

von , am
02.06.2010

Auckland - Mit einem leichten Preisrückgang ist am gestrigen Dienstag die monatliche Versteigerung von Milchprodukten der neuseeländischen Molkerei Fonterra zu Ende gegangen.

© agrar-portal.com

Der gewichtete Preisindex aller Transaktionen sank gegenüber dem Vormonat um 3,5 Prozent. Paul Grave, Manager der Handelsplattform Global Dairy Trade, wertete das insgesamt leichte Minus als Ausdruck eines steigenden Angebots aus der Europäischen Union und der bald beginnenden Produktionssaison in Neuseeland.

Wie Global Dairy Trade mitteilte, verringerte sich der Gleichgewichtspreis für Magermilchpulver über alle Liefertermine und Qualitäten um 6,2 Prozent auf 3.462 US-Dollar pro Tonne. Vor allem für Liefertermine zwischen September und November lagen die erfolgreichen Gebote deutlich unter dem bisherigen Niveau. Für Vollmilchpulver wurde im Mittel 3,7 Prozent weniger gezahlt als Anfang Mai. Butteröl (AMF) verteuerte sich hingegen erneut spürbar um 5,9 Prozent auf 5.324 US-Dollar pro Tonne.

Neuseeland: Freihandel mit Russland angestrebt

Neuseeland, dessen Wirtschaft stark vom Export von Molkereiprodukten abhängt, strebt ein Freihandelsabkommen mit Russland an. Die Handelsminister von Neuseeland und Russland, Tim Groser und Elvira Nabiullina, kündigten nach einem Treffen in Moskau an, formale Freihandelsgespräche vorzubereiten. Fonterra ist der größte Exporteur neuseeländischer Erzeugnisse. Die Regierung in Auckland will die Absatzchancen auf dem russischen Markt verbessern. Im vergangenen Jahr exportierte Neuseeland Milchprodukte im Wert von 120 Millionen NZ-Dollar nach Russland. Mehr als die Hälfte der russischen Butterimporte stammten von der Pazifikinsel. (dlz agrarmagazin/leh)

Auch interessant