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Milchproduktion

Milchquote bisher deutlich überliefert

von , am
24.12.2013

Berlin - Die deutschen Milcherzeuger haben in den ersten acht Monaten des laufenden Quotenjahres die anteilige Garantiemenge überliefert. Unterm Strich ergab sich eine Überlieferung von 1,4 Prozent.

© Almotti/pixelio
Die deutschen Milcherzeuger haben in den ersten acht Monaten des laufenden Quotenjahres laut einer Hochrechnung der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) und der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) die anteilige Garantiemenge deutlich überliefert. Wie aus den Berechnungen der Marktanalysten hervorgeht, wurde nach vorläufigen Daten im Zeitraum von April bis November 2013 des laufenden Jahres 2,6 Prozent mehr Milch angeliefert als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Nach Berücksichtigung der um ein Prozent gestiegenen Garantiemenge 2013/14 und der Fettkorrektur ergab sich unterm Strich eine Überlieferung der anteiligen Quote um gut 290 Millionen Kilogramm oder 1,4 Prozent. 

Strafabgabe an Brüssel fast unausweichlich

Nach Angaben des Verbands der Milcherzeuger Bayern (VMB) ist es inzwischen fast unausweichlich, dass 2013/14 eine Strafabgabe an Brüssel fällig wird, denn auch im Dezember lagen die Anlieferungen klar über dem Vorjahresniveau. Ob die Milchbauern bis Ende des Quotenjahres am 31. März 2014 ihre Produktionsmengen ausreichend drosseln würden, könne angesichts der hohen Erzeugerpreise nicht unbedingt erwartet werden. Sollten die Zuwachsraten beim Milchaufkommen im ersten Quartal 2014 auf dem jetzigen Niveau bleiben, so der VMB, drohe im laufenden Quotenjahr eine Überlieferung von mehr als 500 Millionen Kilogramm Milch.

Marktreport: Milch - kein genereller Abwärtstrend (November 2013)

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