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Milchproduktion

Milchquote kaum überliefert

von , am
01.10.2012

Berlin - Im Zeitraum April bis August wurde die anteilige Quote mit 0,2 Prozent nur marginal überliefert. Vor allem im August sank die deutsche Milchproduktion unter das Vorjahresniveau.

Für deutsche Milcherzeuger wird es keine Stundung der Superabgabe geben.
Die deutschen Milcherzeuger haben in den ersten fünf Monaten des laufenden Quotenjahres laut einer Hochrechnung der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) und der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) die anteilige Garantiemenge nur unwesentlich überliefert.

Starke Abnahme der Milchproduktion im August

Wie die Organisationen mitteilten, wurden nach vorläufigen Daten im Zeitraum April bis August des laufenden Jahres ein Prozent mehr Milch angeliefert als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Unter Berücksichtigung der höheren Garantiemenge 2012/13 und der Fettkorrektur ergab sich jedoch nur eine marginale Überlieferung der anteiligen Quote um 0,2 Prozent.
Der ZMB zufolge trug dazu die stärkere Abnahme des Milchaufkommens im August bei, die unter das Vorjahresniveau sank. Gleichzeitig gaben infolge der oft heißen und trockenen Witterung auch die Fettgehalte nach. Wahrscheinlich habe sich die Konstellation aus niedrigeren Milchpreisen und deutlich gestiegenen Kraftfutterkosten ebenfalls produktionsdämpfend ausgewirkt. Dies könne auch in den kommenden Monaten die Milchanlieferung bremsen, wenngleich sich das Rohstoffaufkommen zuletzt bei wieder kühleren Temperaturen stabilisiert habe, erläuterte die ZMB.

Keine akute Gefahr einer Quotenüberlieferung

Es sei zudem zu erwarten, dass auch die Verfütterung von Vollmilch an Kälber wieder zunehme, nachdem die Preise für Milchaustauscher spürbar gestiegen seien. Damit zeichnet sich laut ZMB derzeit keine akute Gefahr einer Quotenüberlieferung ab. Ihr zufolge haben die Erfahrungen der letzten Jahre aber gezeigt, dass beim Milchaufkommen überraschende Wendungen möglich und Quotenprognosen generell mit Unsicherheiten verbunden sind. Dies gelte besonders im laufenden Jahr, da die Erhebung im Rahmen der Meldeverordnung Milch auf eine neue Basis gestellt und die Kalkulation der Fettkorrektur durch Änderungen des EU-Rechts schwieriger geworden sei.
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