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Milchproduktion

Milchquotenbörse: Preis konstant, Handelsmenge sinkt

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von , am
02.04.2012

Beim heutigen Übertragungstermin wechselte die Quote im Westen für zwölf, im Osten für vier Cent je Kilo den Besitzer. Damit sank der Westpreis um einen Cent, im Osten kostet Quote einen Cent mehr.

Der Milchindustrie-Verband MIV rechnet mit einem durchschnittlichen Erzeugermilchpreis von 30 bis 31 Cent für das Jahr 2015. © icnivad/fotolia.de
Der Durchschnittspreis für Deutschland lag bei der heutigen Börse bei elf Cent je Kilogramm. Im Vergleich zu dem letzten Börsentermin im November 2011 ist der Quotenpreis damit bundesweit konstant geblieben.

Im gesamten Bundesgebiet wurden 204.193 Tonnen Quote übertragen. Das entspricht einem Anteil von knapp 0,7 Prozent an der Milchquote, die Deutschland in diesem Quotenjahr zur Verfügung steht. Im Vergleich zur Herbstbörse sank die gehandelte Gesamtmenge um rund 20.000 Tonnen, im Vergleich zur Vorjahresbörse (April) um knapp 100.000 Tonnen.

Übertragungsgebiet West: Mehr gehandelt

Im Übertragungsgebiet West wechselte die Quote für zwölf Cent je Kilogramm den Besitzer. Das ist ein Cent je Kilogramm weniger als beim Börsentermin im November. Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 178.884 Tonnen auf das Übertragungsgebiet West.
 
Verglichen mit der Novemberbörse haben sich die Handelsmengen im Übertragungsgebiet West geringfügig erhöht. Auf die nationale Referenzmenge bezogen wurden hier knapp 0,6 Prozent der nationalen Milchquote gehandelt.

Übertragungsgebiet Ost: Handelsmenge fast halbiert

Im Übertragungsgebiet Ost betrug der Preis vier Cent je Kilogramm, das ist ein Cent je Kilogramm mehr als beim Börsentermin im November.
 
Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 25.309 Tonnen auf das Übertragungsgebiet Ost. Die Handelsmenge hat sich hier - verglichen mit der Novemberbörse - nahezu halbiert. Auf die nationale Referenzmenge bezogen wurden knapp 0,1 Prozent der nationalen Milchquote im Übertragungsgebiet Ost gehandelt.

Weniger Nachfrageüberhang als im Herbst

Insgesamt wurden bei dem 36. Börsentermin 210.577 Tonnen Milchquote angeboten und 293.218 Tonnen nachgefragt. Damit ergibt sich ein Nachfrageüberhang in Höhe von 82.641 Tonnen, der jedoch nur halb so hoch ausfällt wie bei der Herbstbörse 2011.
 
Die Zahl der Börsenteilnehmer hat im Vergleich zur Novemberbörse 2011 um rund ein Drittel abgenommen. 85 Prozent aller Teilnehmer waren erfolgreich, davon 2.839 Anbieter und 2.946 Nachfrager.
 
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