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Milchproduktion

Milchquotenbörse: Quotenpreis steigt um zwei Cent

© landpixel
von , am
01.07.2013

Bei der Milchquotenbörse im April war der Quotenpreis mit durchschnittlich einem Cent auf ein historisches Tief gefallen. Heute war die Nachfragemenge auf einem historischen Hoch, der Preis steigt auf drei Cent je Kilogramm.

Das ife Institut geht davon aus, dass der Milchpreis aktuell weder für Milchbauern, noch für Molkereien kostendeckend ist. © Mühlhausen/landpixel
Der Preis für die Milchquote ist wieder gestiegen. Lag man bei der Milchquotenbörse im April noch mit einem Cent je Kilogramm auf einem historischen Tief, stieg der Preis heute im Schnitt auf drei Cent je Kilogramm. 
 
Im gesamten Bundesgebiet wurden 167.139 Tonnen Quote übertragen. Das entspricht einem Anteil von 0,55 Prozent an der nationalen Referenzmenge in Höhe von 30.318.929 Tonnen Milch, die Deutschland im Quotenjahr 2013/14 zur Verfügung steht.
 
Die an der Börse gehandelte Gesamtmenge fällt im Vergleich zur Börse im Frühjahr dieses Jahres um 42.232 Tonnen höher aus und ist damit erneut deutlich um 34 Prozent angestiegen.

Übertragungsgebiet West: Quote kostet zwei Cent mehr

Im Übertragungsgebiet West wechselte die Quote für drei Cent je Kilogramm den Besitzer, also zwei Cent je Kilogramm mehr als beim Börsentermin im April.
 
Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 127.667 Tonnen auf das Übertragungsgebiet West. Auf die nationale Referenzmenge bezogen wurden damit knapp 0,42 Prozent im Übertragungsgebiet West gehandelt. 

Übertragungsgebiet Ost: Quotenpreis steigt um einen Cent

Im Übertragungsgebiet Ost betrug der Preis zwei Cent je Kilogramm, ein Cent je Kilogramm mehr als beim letzten Börsentermin.

39.472 Tonnen der bundesweiten Handelsmenge wurden im Übertragungsgebiet Ost gehandelt - das entspricht 0,13 Prozent der nationalen Referenzmenge.

Nachfrage steigt um das 4,5-Fache, 33 Prozent mehr Börsenteilnehmer

Insgesamt wurden auf dem 40. Börsentermin 170.371 Tonnen Milchquote angeboten und 790.460 Tonnen nachgefragt. Die nachgefragte Menge stieg damit im Vergleich zum letzten Börsentermin um das 4,5 fache an und erreichte einen historischen Höchststand. Daraus ergibt sich ein deutlicher Nachfrageüberhang in Höhe von 620.089 Tonnen, nachdem es beim Frühjahrstermin einen Angebotsüberhang gab. Die Zahl der Börsenteilnehmer stieg im Vergleich zur letzten Börse um 33 Prozent an.
 
62 Prozent aller Teilnehmer waren erfolgreich, davon 1.611 Anbieter und 2.336 Nachfrager. Es konnten 49 Prozent der Nachfrager bedient werden.

Bauernverband: Quotenpreis in dieser Höhe 'nicht nachvollziehbar'

Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Milchquote zum 31. März 2015 bezeichnet der Deutsche Bauernverband (DBV) den höheren Quotenpreis als "nicht nachvollziebar". Auch als "Versicherungsprämie" gegenüber einer möglichen Überliefersituation im letzten Quotenjahr 2014/2015 sieht der Verband den Wert als zu hoch an. 

Der nächste Termin für die Milchquotenbörse wird am 4. November 2013 stattfinden.
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