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Milchproduktion

Milchtechnologie ist Beruf mit Zukunft

von , am
06.09.2013

München - In Bayern starteten 107 junge Menschen ihre Ausbildung zum Milchtechnologen. Mit 9 Milliarden Euro Jahresumsatz ist die Milchbranche ein großer Wirtschaftszweig im Freistaat.

In Bayern © Konstantin Fedorov
In Bayern starten diesen Monat landesweit 107 junge Menschen ihre Ausbildung zum Milchtechnologen, einem laut Einschätzung der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) "Beruf mit Zukunft". "Mit der umfassenden Ausbildung sind Milchtechnologinnen und -technologen sehr gut für den Arbeitsmarkt gerüstet", betonte vergangene Woche LVBM-Geschäftsführerin Dr. Maria Linderer. Milchtechnologen könnten vielseitig eingesetzt werden. In ihrer Ausbildung hätten sie nämlich sowohl gelernt, Milch zu verarbeiten, als auch Produktionsprozesse zu überwachen und Maschinen zu bedienen sowie Hygienekontrollen durchzuführen. Zudem sei die bayerische Milchwirtschaft mit einem jährlichen Umsatz von zusammen mehr als 9 Milliarden Euro der größte Wirtschaftszweig des produzierenden Ernährungsgewerbes im Freistaat - "und damit krisenfest und zukunftsträchtig", unterstrich Linderer.
Immer mehr Frauen im Beruf
 
Wer in Bayern eine Ausbildung zum Milchtechnologen beginnen will, sollte LVBM-Angaben zufolge einen guten Haupt- oder Realschulabschluss mitbringen und sich für die Bereiche Technik, Naturwissenschaften und Wirtschaft interessieren. Wichtig seien ferner ein ausgeprägtes Hygieneempfinden sowie ein feiner Geruchs- und Geschmackssinn. Die Ausbildung dauert in Bayern laut LVBM insgesamt drei Jahre. Neben der praktischen Erfahrung im Molkereibetrieb werden die Auszubildenden am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Molkereiwirtschaft in Kempten überbetrieblich geschult. Der Unterricht an der Berufsschule findet einmal pro Ausbildungsjahr als elfwöchige Blockveranstaltung statt. Wie die LVBM hervorhob, sehen inzwischen auch immer mehr Frauen ihre berufliche Zukunft in der Milchtechnologie. In diesem Jahr sei erstmals ein Drittel der Auszubildenden weiblich. Im Jahr zuvor habe der Frauenanteil nur 15 % betragen.
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