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Analyse

Milchverwertung auch im März schlechter

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
04.04.2017

Im März sind die Preise für Milchpulver im europäischen Großhandel deutlich zurückgegangen. Am stärksten haben die Preise für Magermilchpulver nachgegeben.

Auch für Vollmilchpulver ging es deutlich nach unten. Die Preise für Käse waren im März ebenfalls niedriger als im Februar. Einigermaßen stabil waren im Monatsvergleich lediglich die Butterpreise, die Ende März sogar wieder anzogen.

Damit hat sich die finanzielle Verwertung der Milch im März jedoch nochmals etwas verschlechtert, nachdem es im Januar und auch im Februar bereits nach unten nach ging, stellt Marktexperte Dr. Olaf Zinke im agrarmanager fest.

Butterpreise können sich behaupten

Die Butterpreise sind im europäischen Großhandel im März um 0,4 % auf 415 Euro je 100 kg ganz leicht zurückgegangen. Am Ende des Monats sind die Butterpreise sogar schon wieder gestiegen. Damit liegen die Butterpreise 193 Euro und über dem Interventionspreis (221,75 Euro). Außerdem sind die Butter-Preise im März 2017 rund 59 % bzw. 155 Euro höher als im März vor einem Jahr (261 Euro).

Preisschwäche bei Käsepreise setzt sich fort

Die Käsepreise (Edamer) sind im europäischen Großhandel im März 2017 nochmals zurückgegangen. Der Preisabschlag lag im März bei 2,2 % auf 314 Euro je 100 kg. Trotz des Rückgangs sind die Käsepreise derzeit 42 % bzw. 93 Euro höher als im März 2016 (221 Euro).

Magermilchpulver gibt am stärksten nach

Die Preise für Magermilchpulver (MMP) sind im März erneut am stärksten von allen Milchprodukten zurückgegangen. Im europäischen Großhandel gaben die Preise um 7,4 % auf 185 Euro je 100 kg nach. Damit übertreffen die europäischen MMP-Preise das Niveau des Interventionspreises (169,80 Euro) nur noch um 9 % bzw. 15 Euro.

Weitere Informationen lesen Sie im agrarmanager.

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