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DLG-Merkblatt

Milchviehfütterung: N- und P-reduziert

MIlchkühe am Futtertisch
am Donnerstag, 05.03.2020 - 09:12 (Jetzt kommentieren)

Die neue Düngeverordnung macht Anpassungen in der Fütterung notwendig. Eine N- und P-reduzierte Fütterung kann Nährstoffausscheidungen von Milchkühen verringern. Das neue DLG-Merkblatt zeigt, wie es geht.

Der DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung hat ein neues Merkblatt (Nr. 444) über die "Berücksichtigung N- und P-reduzierter Fütterungsverfahren bei der Nährstoffausscheidung von Milchkühen" herausgegeben. Es zeigt Lösungswege, wie Milchviehhalter die Nährstoffausscheidungen von Milchkühen durch angepasste Fütterungsstrategien verringern können. 

Diese Fütterungsstrategien sind im neuen Merkblatt beschreiben. Außerdem informiert es über die Ausscheidungsgrößen und legt die nachvollziehbare Dokumentation dieser Verfahren fest. Durch eine an den Laktationsstand angepasste Fütterung werden die Ausscheidungen an Stickstoff (N) und Phosphor (P) über Kot und Harn deutlich gesenkt.

 

12 bis 16 Prozent weniger Stickstoff

Im Vergleich zu den DLG-Angaben aus dem Jahr 2014 im Handbuch "Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere" sinken die Stickstoffausscheidungen bei Mais betonter Fütterung um etwa 12 bis 16 Prozent. Insgesamt zeigt eine Gras betonte Fütterung gegenüber typischen Ackerbaustandorten ein größeres Einsparpotenzial. 

Geringe N-Ausscheidungen sind in der Regel auch mit erheblich geringeren Ammoniakemissionen verbunden. Das bietet einen weiteren Anreiz für das Einführen dieser Fütterungsverfahren in die Rinderhaltung. 

Nach Angeben der DLG ist es nun die Aufgabe der Bundesländer, die neuen Fütterungsverfahren in Anwendung zu bringen. Derzeit erarbeitet der DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung ein DLG-Kompakt mit praxisrelevanten Vorschlägen.

Mit Material von DLG

Das DLG-Merkblatt Nr. 444 zum Download

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