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Kolumne Rinderhalter

Milchviehhaltung: Wie soll es weitergehen?

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am Montag, 13.09.2021 - 05:00

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft schreitet seit Jahren voran. Insgesamt sank die Zahl der Milchviehbetriebe in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent. Wie schaut die Zahl in 2030 aus?

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Zahlen, Daten, Fakten – als Landwirte setzen wir uns täglich damit auseinander. Man muss sie richtig einschätzen können und bloß nicht sofort in Panik verfallen, wenn die Zahlen mal nicht auf Anhieb passen. Als ich allerdings die aktuelle Landwirtschaftszählung von 2020 gesehen habe, lief es mir kalt den Rücken runter.

Insgesamt ist die Zahl der Milchviehbetriebe um 40 Prozent gesunken – in gerade einmal zehn Jahren. Damit sinkt die Zahl auf 54. 300 Betriebe herab. Die Zahl der gehaltenen Tiere sinkt dabei nur miminal auf 3,9 Mio. Milchkühe. Der durchschnittliche Kuhbestand stieg gegenüber 2010 von 46 auf 72 Tiere pro Betrieb.

Arbeite hart und dann wird das schon? Das wäre gelogen

Ein klares Ausrufezeichen, das die Probleme unserer Branche kennzeichnet. Ich bin ein absoluter Optimist und dennoch frage ich mich, wie die Statistik im Jahr 2030 wohl aussehen wird. Was sollen wir unseren Kindern erzählen, wenn sie den Berufswunsch Landwirt äußern? Arbeite hart und dann wird das schon? Das wäre gelogen. Die letzten Jahre haben dies deutlich gezeigt.

Die nächste Generation braucht Mut, um sich zu verändern, anzupassen oder neue Wege einzuschlagen. Dies lernt sie meist schon in ihrer Ausbildung. Es geht nicht nur darum, eine Tradition zu erhalten, sondern vor allem darum, den Betrieb ökonomisch zu bewirtschaften. Das sollte man immer und künftig vielleicht noch mehr im Hinterkopf behalten.

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