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Molkerei

Milchwerk-Neubau: Hochwald-Bauern wollen kündigen

Dieser Artikel ist zuerst in der DLZ erschienen.

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© Hochwald Foods GmbH/hochwald.de
von , am
12.06.2017

Nachdem sich die Mitglieder von Hochwald finanziell am Neubau eines Milchwerkes beteiligen sollen, nutzen etliche Landwirte ihr Sonderkündigungsrecht.

In den kommenden fünf Jahren sollen die Mitglieder Hochwald eG 2,5 Cent/kg weniger erhalten, um die Strategie "Hochwald 2020" zu finanzieren. Eine Option ist dabei der Neubau eines neuen hocheffizienten Milchwerkes, genannt Greenfield. Für viele Lieferanten ist das offenbar zu viel Geld. Sie nutzen ihr Sonderkündigungsrecht zum Jahresende 2017. Sind die Geschäftsanteile noch nicht voll einbezahlt, müssen Landwirte diese erst auffüllen.

Bis 2021 plant Hochwald Investitionen von insgesamt 330 Mio. Euro, um die Wertschöpfung zu erhöhen.

Soviel Milch steht auf dem Spiel

Nach dlz-Informationen sollen alleine in Rheinland-Pfalz gut 20 Mio. kg Milch in Kündigung stehen, berichten Landwirte. Bis Ende Juni haben die Milchbauern noch die Möglichkeit ihr Sonderkündigungsrecht zu nutzen. Viele der Kündiger wollen sich der MEG Rheinland-Pfalz anschließen, ist zu hören.  Schon seit längerem sind viele Hochwald-Lieferanten mit dem Milchpreis ihrer Molkerei nicht zufrieden und sind nicht bereit, noch auf weiteres Milchgeld zu verzichten, das die Molkerei den Finanzierungsbeitrag von den Nachzahlungen einbehalten will.

Milchtypen: Landwirtinnen und Landwirte aus der Milchproduktion

Landwirt in Milchviehstall
„Wir haben unseren Betrieb in den letzten Jahren konsequent erweitert. Das funktioniert nur, wenn die Familie und die Mitarbeiter mitziehen.“  © dlz primus Rind
Landwirt im Milchviehstall
Das erzählt CeresAward-Finalist Andreas Schmidt aus Medebach. © dlz primus Rind
Landwirt mit Kuh
Die Strategie von Christian Bug aus Petersberg ist eine andere: „Wachstum alleine ist kein Erfolgsmodell. Ich setze auf Optimieren statt Expandieren.“ Er ist Milchviehhalter und Ceres Award-Sieger „Junglandwirte“ 2016. © dlz primus Rind
Landwirt im Kuhstall
„Wir haben regelmäßig Schulklassen und Kindergartengruppen auf unserem Betrieb. Ich bin davon überzeugt, dass wir bei den Kleinsten anfangen müssen, unsere Arbeit verständlich zu machen“, meint Christian Hartmann, primus-Rind-Leser und Ceres Finalist aus Hofbieber. © dlz primus Rind
Landwirt mit Kuh im Stall
„Milchviehhaltung hat bei uns Familientradition. Alle Generationen leben und arbeiten zusammen auf Hof Bunkemühle“, erzählt Milchviehhalter Conny Derboven aus Warpe. © dlz primus Rind
Landwirtin mit Milchkuh
„Die abwechslungsreiche Arbeit macht mir am meisten Spaß, vor allem die Tiere von der Geburt bis zum späteren Melken zu begleiten undErfolge mitzuerleben. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin, trotz der schwierigen Milchpreiszeiten, meinen Traumberuf ausüben darf.“Hier spricht Ineke Weber aus Großfehn. © dlz primus Rind
Landwirt mit Kalb
"In der Jungtieraufzucht wird der Grundstein für eine erfolgreiche Milchviehhaltung gelegt.“ Davon ist Milchviehhalter Moritz Kinast aus Bad Münder überzeugt. © dlz primus Rind
Landwirt im Milchviehstall
Milchtyp Florian Siemer aus Suderbruch erzählt uns: „Ich bin Milchviehhalter, weil mir der Umgang mit den Tieren unddas Arbeiten an der frischen Luft Spaß machen und wir so auch noch ein qualitativ hochwertiges Grundnahrungsmittel produzieren.“ © dlz primus Rind
Landwirt mit Milchkühen im Stall
Werner Brauchle aus Wolfegg wollte immer Landwirt werden. "Die Arbeit ist abwechslungsreich und ich sehe meine Frau und meine Kinder jederzeit“, unterstreicht er. © dlz primus Rind
Landwirt mit Milchkuh
„Kühe funktionieren dann gut, wenn es ihnen gut geht. Dafür tun wir auf unserem Betrieb alles.“ Das ist die Strategie von Hartwig Meyer aus Kettenkamp. © dlz primus Rind
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