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Milchproduktion

Eine Million Euro für deutsches Milchprogramm

von , am
20.01.2010

Brüssel - Die Europäische Kommission hat am Montag 13 Programme aus elf Mitgliedstaaten genehmigt, mit denen der Absatz von Milch und Milcherzeugnissen in der EU gefördert werden soll.

© Toufik Djerraya/Fotolia

Um für Milch und andere Molkereiprodukte zu werben, stellt die EU-Kommission mehr als eine Million Euro für Deutschland zur Verfügung.

Den Zuschlag erhielt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft für das dreijährige Milchprogramm "Karlotta unterwegs", das gemeinsam mit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen und dem Milchwirtschaftlichen Verein Baden-Württemberg vorgeschlagen wurde.

Gesamtbudget: 35,8 Millionen Euro

Das Gesamtbudget für die Projekte, die eine Laufzeit von drei Jahren haben, beträgt 35,8 Millionen Euro, die Beteiligung der Union beläuft sich auf 17,9 Millionen Euro. Die Programme sind Teil der Maßnahmen, die die Kommission im Juli 2009 in Anbetracht der schwierigen Lage auf dem Milchmarkt vorgeschlagen hat. Die Brüsseler Behörde hat sich damals verpflichtet, eine weitere Serie von Initiativen zur Förderung des Absatzes von Milch und Milcherzeugnissen im Binnenmarkt durchzuführen.

Fischer Boel: Müssen Absatz ganz allgemein fördern

"Ich freue mich, dass sich die Marktlage im Milchsektor seit dem letzten Sommer wieder gebessert hat, was zu einem Teil unseren Maßnahmen zu verdanken ist", kommentierte Noch-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel diese Entscheidung. Sie hofft, dass sich durch diese zusätzlichen Absatzförderungsmaßnahmen die Marktlage weiter bessert. "Ich glaube, dass wir den Absatz von Milcherzeugnissen ganz allgemein fördern müssen, weil diese einfach zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung gehören", unterstrich Fischer Boel.

Verordnung: EU kann sich bis zu 50 Prozent beteiligen

Auf Grundlage der Verordnung über Informations- und Absatzförderungsprogramme für Agrarerzeugnisse auf dem Binnenmarkt und in Drittländern kann sich die EU mit bis zu 50 Prozent an entsprechenden Maßnahmen beteiligen. Die übrigen Mittel werden von den Berufs- oder Branchenverbänden aufgebracht, die die Maßnahmen vorschlagen, beziehungsweise von dem betreffenden Mitgliedstaat bereitgestellt.

Im Juli 2009 wurde eine Sonderrunde von Absatzförderungsprogrammen für Milcherzeugnisse auf dem Binnenmarkt vereinbart. Die Berufsverbände des Agrarsektors mussten ihre Projekte bis 15. Oktober bei den Mitgliedstaaten einreichen, die sie bis Ende Oktober 2009 an die Kommission weiterleiteten. Diese hat nunmehr daraus die für eine Förderung in Betracht kommenden Programme ausgewählt. (aiz/pd)

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