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Zucht

Milzbrand im Burgenlandkreis ausgebrochen

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von , am
17.04.2014

In einer Rinderherde in Sachsen-Anhalt ist Milzbrand festgestellt worden. Vier der 91 Tiere zählenden Herde sind bislang verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat die Infektion bestätigt.

Vier der 91 Tiere zählenden Herde sind verendet. © landpixel
In einer Rinderherde mit Mutterkuhhaltung im sachsens-anhaltinischen Burgenlandkreis ist Milzbrand festgestellt worden. In der betroffenen Herde mit 91 Tieren sind nach Informationen des Landwirtschaftsministeriums in Sachsen-Anhalt bislang vier Tiere verendet.
 
Die Milzbranddiagnose des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Stendal wurde heute vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.

Herkunft noch unklar

Der Burgenlandkreis hat den Bestand mittlerweile gesperrt und ein Handelsverbot erlassen. Außerdem ist der Personenverkehr beschränkt.
 
Die Herkunft der Krankheitserreger ist noch unklar. Aber das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit lässt derzeit Proben von Heu und Maissilage untersuchen. 

Wiederkäuer für Milzbrand hochempfänglich

Milzbrand ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Bakterium (Bacillus anthracis) verursacht wird und meist Paarhufer befällt. Die anzeigenpflichtige Tierseuche verläuft bei Tieren oft tödlich. Haus- und Wildwiederkäuer sind hochempfänglich für Milzbrand.
 
Es handelt sich um eine Zoonose, die Krankheit ist also auch auf den Menschen übertragbar.
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch gilt als sehr unwahrscheinlich. Nach Informationen des Friedrich-Loeffler-Insituts wurde bislang kein solcher Fall dokumentiert.
 
Die Mehrzahl der Milzbrandfälle wurde in Gebieten mit Grünland- und Weidewirtschaft festgestellt. Der letzte Fall in Deutschland trat 2012 im Landkreis Stendal auf.
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