Login
Haltung und Mast

Milzbrand: Wieder totes Rind entdeckt

von , am
17.07.2012

Stendal - Nach dem Milzbrand-Ausbruch im Landkreis Stendal ist am Samstag eine weitere tote Kuh entdeckt worden. Der Landkreis bezeichnet die Infektion dennoch als "weitgehend eingedämmt".

Eines der toten Rinder war am Donnerstag in die Elbe gefallen, der Kadaver konnte erst in Brandenburg nahe Lanz geborgen werden. © youtube
Bis zum Freitag vergangener Woche lag die Zahl der nachweislich durch Milzbrand verendeten Tiere bei neun. Nach dem Umtrieb der Herde auf eine 300 Meter entfernt liegende Weide wurde am Samstag früh allerdings eine weitere tote Kuh gefunden, wie der Landkreis Stendal mitteilt. Damit hat sich die Zahl der an Milzbrand erkrankten und verstorbenen Tiere auf zehn erhöht (Stand: 16. Juli, 10 Uhr). Der Landkreis wertet das  Ausbleiben weiterer Todesfälle am Sonntag und Montag als positives Zeichen.
 
Denn damit scheint sich die in der vergangenen Woche von Experten geäußerte Vermutung zu bestätigen, dass die Sporen der Erreger ausschließlich in einem begrenzten Areal der ursprünglichen Weidefläche vorhanden sind. Das ausgeschilderte Betretungsverbot bleibt deshalb bestehen. Der Amtstierarzt des Landkreises Stendal, Dr. Thoralf Schaffer, hat für die Fläche ein absolutes Nutzungsverbot verfügt.

Expertenrunde berät ab morgen

Alle überlebenden Tiere der Mutterkuhherde haben am 14. Juliein Langzeitantibiotikum erhalten. Damit soll erreicht werden, dass von Rindern, die eventuell vor dem Umtrieb bereits Sporen aufgenommen haben, kein weiteres Infektionsrisiko ausgeht.
 
Morgen werden Fachleute des Friedrich-Löffler-Instituts und weiterer Einrichtungen erwartet. In der Expertenrunde werden die Vorgänge der letzten Tage erörtert, es werden Untersuchungen des betroffenen Areals vorgenommen und weitere Maßnahmen festgelegt.


Auch interessant