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Aus der Wirtschaft

Ministerium will Vion-Schlachthof Zulassung entziehen

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von , am
10.03.2014

Bad Bramstedt - Das Kieler Landwirtschaftsministerium will dem Rinderschlachthof in Bad Bramstedt die Zulassung entziehen. Vion prüft Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe.

Die Schlachtung trächtiger Kühe ist in Deutschland aktuell bis in die letzten zehn Prozent der Trächtigkeit hinein erlaubt. © landpixel
Am Freitag hat das Kieler Landwirtschaftsministerium den Kreis Segeberg angewiesen, "unverzüglich ein Verfahren zum Widerruf der Zulassung" für den Rinderschlachthof in Bad Bramstedt einzuleiten.
 
"Nach Einsichtnahme in die von der Staatsanwaltschaft Kiel sichergestellten Unterlagen sieht sich das MELUR zu diesem Schritt gezwungen", erklärte Landwirtschaftsminister Robert Habeck. Bei fachaufsichtlichen Kontrollen seien "erheblich Verstöße" gegen das Tierschutzrecht, Hygienerecht und Etikettierungsvorschriften festgestellt worden.

Vion reagiert mit Unverständnis

Vion kann die Entscheidung Habecks nicht nachvollziehen. Das Unternehmen beruft sich auf Gutachten, die durchaus einen einwandfreien Betrieb attestiert hätten. Vehement widerspricht man den "am Freitagnachmittag nachgeschobenen Gründen für die vom Ministerium zu verantwortende Eskalation". 

Unternehmen prüft Schadenersatzforderung in Millionenhöhe

Das Unternehmen hat angekündigt, sich mit "allen Mitteln" wehren zu wollen. Nebem dem laufenden Eilgerichtsverfahren kündigt Vion weitere juristische Maßnahmen bis hin zu Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe an.
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