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Milchproduktion

MIV-Vorsitzender Engel stößt Debatte um Absatzförderung an

von , am
25.01.2010

Berlin - Der Vorstandsvorsitzende des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Dr. Karl-Heinz Engel, hält image- und absatzfördernde Gemeinschaftsaktionen von Molkereien nicht nur im Export, sondern auch im deutschen Heimatmarkt für sinnvoll.

Dr. Karl-Heinz Engel, Vorsitzender des Milchindustrieverbandes (MIV) © Milchindustrieverband

Beim Milchpolitischen Frühschoppen seines Verbandes betonte Engel am vergangenen Dienstag in Berlin, mit der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung GmbH (ZMB) sei im Bereich der Marktanalyse eine gute Lösung nach dem Aus der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) gefunden worden. Für einzelne Bereiche kann Engel sich nun ein Anknüpfen an Aufgaben der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) vorstellen, die sich ein Jahr nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Grundgesetzwidrigkeit der Absatzfondsabgabe weiterhin in der Abwicklung befindet. "Wir sollten den Mut haben, uns um solche Dinge zu kümmern, um eine Gemeinschaftslösung zu finden und den Imagefaktor zu stärken", sagte Engel, der beispielsweise die Ernährungsaufklärung in Schulen, das Essverhalten der Deutschen und das Thema Nachhaltigkeit als Bereiche ansieht, wo Imageförderung künftig ansetzen sollte.

Dem Hauptgeschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittel-Werke schwebt dabei - ähnlich wie im Export - ein schlankes System vor. Für die Ausfuhrförderung hat sich die Export-Union für Milchprodukte der "German Export Association for Food and Agriproducts" (GEFA) angeschlossen, in der auch die übrigen Branchen der Ernährungswirtschaft untergebracht sind. Engel machte beim Milchpolitischen Frühschoppen zugleich deutlich, dass künftige Gemeinschaftsförderung für Milchprodukte nur funktioniert, "wenn wir von unseren Milcherzeugern das notwendige Geld einsammeln". Im Laufe des Jahres solle das Thema mit den Bauern diskutiert werden. (AgE )

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