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Mobil und stressfrei: Rinder auf der Weide schlachten

Die mobile Schlachtung soll in Zukunft noch besser gefördert werden.
am Freitag, 20.01.2023 - 05:00 (2 Kommentare)

Die mobile Schlachtung stellt für einige Tierhalter eine stressfreie Alternative zur herkömmlichen Schlachtung dar. Ein Landwirt berichtet über seine Erfahrungen.

Ohne Stress schlachten, das ist das oberste Ziel bei der Schlachtung auf der Weide. Ein Grund dafür, warum sich immer mehr Landwirte und Tierhalter mit dem Thema auseinandersetzen und sich für die Schlachtung in der gewohnten Umgebung entscheiden. Kein Lebendtransport, wenig Stress und gute Fleischqualität stehen für die meisten Tierhalter im Fokus.

Ein beliebtes Mittel für die Schlachtung auf der Weide ist dabei der Weideschuss. Sowohl für dieses Weideschuss-Verfahren als auch für die Schlachtung auf der Weide oder dem Hof müssen die Verantwortlichen strenge Auflagen erfüllen. Auch Landwirtschaftsminister Cem Özdemir sieht eine sinnvolle Alternative in der mobilen Schlachtung und möchte das Verfahren in Zukunft besser fördern.

Weideschuss ohne Stress: Ein Beispiel aus der Praxis

In einem Video der Reihe  „Unser Land“ vom Bayrischen Rundfunk (BR) hat ein Landwirt aus dem Oberallgäu bereits vor einiger Zeit seine Erfahrungen geschildert. Er setzt dabei auf den Weideschuss und den anschließenden Transport des Schlachtkörpers in einer mobilen Schlachtbox. Seit April 2016 hat er die Genehmigung für die Schlachtung auf der Weide, die mit einigen Auflagen verbunden sind.

Dazu gehören beispielsweise eine geeignete Schießfläche mit Kugelfang, ein genau festgelegter Standpunkt des Schützen und die maximale Entfernung zum Tier. Für 10.000 Euro hat er sich gemeinsam mit anderen Landwirten eine mobile Schlachtbox angeschafft und bringt die Tiere nach der Tötung in den 7 km entfernten Schlachthof. Die entstandenen Mehrkosten sind es ihm wert, denn der stressfreie Tötungs- und Schlachtprozess steht bei ihm im Mittelpunkt.

Mit Material von Bayrischer Rundfunk

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