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Milchmarkt

Molkereien: 'Mengenbegrenzung kommt viel zu spät'

Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
25.10.2016

Die Molkereibranche hält nichts von den derzeit laufenden staatlichen Maßnahmen zu Mengenbegrenzung. Denn die Milchpreise sind schon kräftig am Steigen.

Der Molkereien blicken mit Sorge auf die geplanten Schritte aus Brüssel sowie auf nationaler Ebene zur Milchmengenreduzierung. Die Umsetzung und die Auswirkungen kämen viel zu spät. Die Programme griffen erst, nachdem der Markt bereits ganz ohne Politik reagiert habe und die Preise ansteigen.

Auch sei zu kritisieren, dass solche Einzelmaßnahmen ggf. nicht diejenigen Milcherzeuger unterstützen, die langfristig Milch produzieren wollen und sich somit keine nachhaltige Wirkung entfaltet, stellt Peter Stahl, Vorsitzende des Milchindustrieverbandes (MIV) auf der Jahrestagung Ende vergangener Woche dar . „Derjenige, der heute eine Prämie zur Mengenreduktion erhält, kann morgen ganz aufhören oder wieder loslegen, macht das Sinn?“, fragt der Vorsitzende.

Staatliche Mengenbegrenzung kommt viel zu spät

Als wenig zielführend sehen die Molkereien Pläne zur Etablierung neuer Umlagesysteme. Eine Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit sei sicherlich wichtig, Zwangsabgaben etc. lehnt die Branche jedoch ab. Auch Eingriffe in die Vertragshoheit zwischen Molkerei und Milcherzeuger sind nicht hilfreich. Peter Stahl: „Wir bedanken uns ausdrücklich für die klare Unterstützung von Bundesminister Schmidt, dass Verträge alleinige Angelegenheit zwischen den beiden Vertragsparteien sind“.

Schmidt mahnt zu faireren Lieferbedingungen

Dennoch erwartet Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt von den Molkereien fairere Lieferbedingungen für Landwirte. „Starke Marken, Regionalität und Tierwohlprodukte bieten die Chance auf eine höhere Wertschöpfung. Davon müssen aber auch die Erzeuger profitieren. Wir müssen bei den Lieferbeziehungen und in der Risikoverteilung entlang der Wertschöpfungskette zu weiteren Fortschritten kommen. Ich werde die Branche bei diesen Bemühungen weiter unterstützen,“ kündigte der Minister an.

Nachhaltig werde die Bundesregierung die Milcherzeuger auf der Steuerseite unterstützen. Landwirte dürfen in Zukunft ihre Steuerschuld über drei Jahre saldieren. Ein guter, wenn auch nicht ganz neuer Vorschlag als richtige Antwort auf volatile Märkte in der Zukunft, kommentiert der MIV. Ebenso sind 150.000 Euro Steuerfreibetrag zur Schuldentilgung vorgesehen.

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