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Milchproduktion

Molkereien setzen Preiserhöhung durch

© Beuermann/landpixel
von , am
24.10.2012

Bonn - Die deutschen Molkereien haben gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) etwas höhere Trinkmilchpreise durchgesetzt. Das sickerte jetzt aus Verhandlungskreisen durch.

© Almotti/pixelio
Ab November zahlen die dominierenden Discounter den Molkereien für Konsummilch einen Einkaufspreis, der die beiden Minusrunden der vergangenen zwölf Monate ausgleichen soll. Die glatten 10 Cent je Liter, von denen die Lebensmittel-Zeitung am Dienstag berichtete, sind es nach Angaben von Vertriebsverantwortlichen zwar nicht in allen Fällen geworden. Aber ein Aufschlag von 6 Cent bis 8 Cent je Liter dürfte ab Anfang November an den Kühltheken abzulesen sein.

EIn wichtiges Signal

Damit könnte der Verbraucherpreis für 1 Liter Trinkmilch mit 3,5 Prozent Fett in der Preiseinstiegsschiene von jetzt 51 Cent auf 57 Cent bis 59 Cent klettern. Wie üblich, beträgt die Kontraktlaufzeit sechs Monate. Für die weiteren Verhandlungen zwischen den Molkereien und dem LEH über die anderen Produkte des sogenannten weißen Sortiments, also Sahne, Quark und Kondensmilch, geht von dem Abschluss ein wichtiges Signal aus. Das Gesprächsumfeld ist günstig, denn der Markt ist relativ knapp versorgt.

Kosten eilen voraus

Der Präsident des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Karl-Heinz Engel, hatte vorige Woche anlässlich der 100-Jahrfeier des Verbandes in Berlin angekündigt, die Branche erwarte von den neuen Abschlüssen mit dem LEH „deutlich steigende Umsatzerlöse“. Nach dem starken Anstieg der Produktionskosten der Landwirte für die Milcherzeugung könnten und müssten die Erlöse endlich nachziehen.
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