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Milchproduktion

Moskauer Börse will mit Milcherzeugnissen handeln

von , am
29.03.2011

Moskau - Ab April sollen an der Moskauer Interbank-Devisenbörse (MMVB) auch Milcherzeugnisse gehandelt werden. Probeweise stehen Milchpulver und Süßrahmbutter zum Verkauf.

Mehrere Rinder in einem Betrieb aus Rheinland-Pfalz sind mit dem Schmallenberg-Virus infiziert. © Mühlhausen/landpixel
Den Börsenhandel sieht eine Vereinbarung vor, die Mitte März zwischen den Vorständen der MMVB und der nationalen Branchenvereinigung Sojuzmoloko abgeschlossen wurde. Zunächst sollen Milchpulver und Süßrahmbutter gehandelt werden, später dann weitere Molkereiprodukte. Die Geschäfte werden am Anfang im Spothandel abgewickelt, später möglicherweise auch auf Future-Basis.

Rechtliche und organisatorische Fragen noch offen

Bis zum Start des Börsenhandels müssen allerdings noch einige rechtliche sowie technisch-organisatorische Fragen geklärt werden. Das russische Landwirtschaftsministerium begrüßte die Initiative. Ressortchefin Jelena Skrynnik unterstrich die Notwendigkeit des Handels an der Warenbörse, da über diesen Weg die Produktpreise transparent würden. MMVB-Vizepräsident Jewgenij Ellinskij möchte an dem Börsenhandel möglichst auch Geschäftsleute aus Weißrussland beteiligen. Seiner Ansicht nach sollte die Milchbörse eine gemeinsame Angelegenheit von Russland und Weißrussland sein. Nachgedacht wird auch über eine Einbeziehung von Händlern aus Kasachstan und der Ukraine.
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