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5 Fakten zum Methanausstoß

Muscheln sind die neuen Klimakiller

Ostseestrand mit Muscheln
Jana Semenow, agrarheute
am
24.10.2017

Rinder gelten in der Öffentlichkeit als Klimakiller. Neueste Studien haben jedoch gezeigt, dass Meerestiere mehr Treibhausgsase ausstoßen. Lesen Sie 5 Fakten zum Thema Methanausstoß.

  1. Wie viel Methan kommt aus der Rinderhaltung?
    Die Methanemissionen aus der Rinderhaltung machen nur einen Anteil von etwa 3,4 Prozent der gesamten deutschen Treibhausgase aus.

  2. Wie entsteht Methan beim Rind?
    Während des mikrobiellen Kohlenhydratabbaus entsteht Methan (CH₄) als Nebenprodukt. Hierbei werden organische Stoffe unter reduzierten Sauerstoffverhältnissen (anaerob) in das geruchslose Gas abgebaut. Dieser Vorgang findet sowohl im tierischen Verdauungsapparat, im Wirtschaftsdüngerlager und anderen Fäulnisprozessen unter Luftabschluss statt.

  3. Wie viel Treibhausgase produziert die Kuh?
    Um alle Treibhausgasemissionen und deren Wirkung untereinander vergleichen zu können, werden diese in Kohlendioxid umgerechnet und in der Einheit „CO2-Äquivalent“ angegeben. Laut des Deutschen Bauernverbands werden bei der Produktion von einem Liter Milch durch die Entstehung von Methan ca. 1,1 kg CO2-Äquivalente freigesetzt.

  4. Muscheln sind die neuen Kühe
    Meeresbiologen aus Cardiff und Stockholm haben ausgerechnet, dass Muscheln und Würmer aus der Ostsee genauso viel Treibhausgase wie etwa 20.000 Kühe freisetzen.

  5. Muscheln sind klimaschädlicher als Kühe
    Nach Angaben der Forscher macht der Gas-Ausstoß von Muscheln und Würmern 10 Prozent der Gesamtemissionen an der Ostsee aus. Hierbei setzen sie vor allem Methan und Dickstoffmonoxid frei. Diese Gase sind laut Wissenschaftler noch klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid.

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