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Neuseeland

Mykoplasmen: 3.500 Rinder gekeult

Kuh auf der Wiese in Neuseeland
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Jana Semenow, agrarheute
am
21.12.2017

In Neuseeland wurden vergangene Woche 3.00 Rinder gekeult. Sie hatten sich mit dem bakteriellen Erreger Mycoplasma bovis infiziert.

Erstmals wurde am 21. Juli dieses Jahres der Erreger Myycoplasma bovis bei 3.500 Rinder auf der Südinsel in einem Milchviehbetrieb in Neuseeland nachgewiesen. Der Betrieb mit den infizierten Kühen gehört zur Van Leeuwen-Gruppe. Diese betreibt insgesamt 16 Milchviehbetriebe mit rund 12.550 Tieren auf der Südinsel.

Erregerursprung ungewiss

Der Ausbruch der Krankheit führte zu Kursrückschlägen an den Börsen, da die Auswirkungen der Infektion nicht genau eingeschätzt werden könnte für die neuseeländische Milchproduktion. Diese gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Rund 90 Prozent der erzeugten Milch wird exportiert.

Infektion breitet sich aus

Insgesamt sind von der Infektionskrankheit 12 Farmen betroffen. Etwa 3.500 Tiere mussten daraufhin gekeult werden. Der Vormarsch der Krankheit auf der Insel bezeichnete Landwirtschaftsminister Damien O’Connor „als große Enttäuschung und schweren Rückschlag“.

Nach Angaben des neuseeländischen Landwirtschaftsministers passieren jährlich etwa 14.000 Rinder die Inselgrenzen. Gegenüber der Presse wies der Minister Damien O’Connor daraufhin, dass die Identität der betroffenen Tierhalter möglicherweise nicht mehr länger unter Verschluss gehalten werden könne. Aus Datenschutzgründen wurde diese bisher nicht öffentlich gemacht. Mehr Öffentlichkeit schaffe jedoch mehr Transparenz über die Bestandsbewegung und könne den „Tracking- und Tracing-Prozess“ unterstützen.

Mit Material von Schweizer Bauer
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