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Förderbescheid übergeben

Nachhaltigkeitsmodul Milch: Pilotphase gestartet

Übergabe Förderbescheid Nachhaltigkeitsmodul milch
© MIV/Schnitzler
von , am
20.03.2017

Am Freitag startete offiziell die Pilotphase des 'Nachhaltigkeitsmoduls Milch'. Das BMEL unterstützt das Projekt, an dem bundesweit 34 Molkereien teilnehmen, mit 770.000 Euro.

Beim "Nachhaltigkeitsmodul Milch" ist die Pilotphase jetzt offiziell gestartet. Wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte, überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, am vergangenen Freitag im Rahmen des 8. Berliner Milchforums einen Förderbescheid an die Projektpartner.

Das dreijährige Pilotprojekt wird vom Agrarressort mit insgesamt 770.000 Euro unterstützt. Nach Angaben der Projektleiterin Dr. Hiltrud Nieberg vom Thünen-Institut (TI) für Betriebswirtschaft stellt das vorliegende Konzept ein Basistool für eine breite Abbildung von Nachhaltigkeitsaspekten in der Milcherzeugung dar.

In der dreijährigen Pilotphase werden ihr zufolge bundesweit 34 Molkereien das Nachhaltigkeitsmodul unternehmensindividuell anwenden und hinsichtlich seiner Praktikabilität und Akzeptanz auf allen Stufen der Wertschöpfungskette überprüfen.

Nachhaltigkeitsmodul Milch: Breiter Kriterienkatalog

Das zugrundeliegende Konzept umfasst laut Bauernverband aktuell einen breiten Katalog mit Indikatoren und Kriterien aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Tierwohl und Soziales. Für die Kriterien liegen Bewertungsansätze vor.

Die im Projektverlauf erhobenen Daten sollen den milchwirtschaftlichen Unternehmen und Verbänden künftig Fakten an die Hand geben, mit denen sie die eigenen Leistungen gegenüber Marktpartnern und Gesellschaft nachweisen können.

Krüsken: Wettbewerbsfähigkeit im deutschen Milchsektor erhöhen

Nach Darstellung von DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken ist es gelungen, ein Modul zu entwickeln, mit dem die beteiligten Akteure den wachsenden Ansprüchen der Marktpartner und der Gesellschaft begegnen können. Krüsken zeigte sich überzeugt, dass es mit diesem Vorhaben gelingen könne, einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im deutschen Milchsektor zu erzielen und eine höhere Wertschöpfung zu generieren.

Am Projekt „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ sind das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft (TI) und das Qualitätsmanagement Milch (QM-Milch) als Partner beteiligt. Träger des Vorhabens sind neben dem Bauernverband der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und der Milchindustrie-Verband (MIV). Darüber hinaus sind das Projektbüro Land und Markt und der Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen in das Projekt eingebunden.

Mit Material von DBV, Agra Europe

Landwirtschaft XXL: Besuch auf einem Milchviehbetrieb in Iowa

Jersey-Kühe auf der Weide
Katrin Fischer reiste als Vertreterin deutscher Junglandwirte in die USA zum Transatlantic Dialogue. Eine der Stationen war ein Milchviehbetrieb in Iowa, der 2014 aus dem Nichts entstanden ist. 4.500 kleine Jersey-Kühe werden dort gehalten und gemolken. © Katrin Fischer
Melkstände
Alles ist ein bisschen größer als in Deutschland: Zwei Doppel-30er-Side-by-Side-Melkstände stehen nebeneinander. Je drei Melker sind darin beschäftigt. Außer bei Katrin Fischers Besuch, da stehen weitere 3 Kontrolleure wegen der Milchprüfung, mit im Melkstand. Von da aus geht es in die Milchkammer. © Katrin Fischer
Truck holt Milch
Milchkammer kann man jedoch nicht wirklich sagen - es gibt keinen Milchtank! Die Milch fließt direkt in die an der Außenwand abgestellten Trucks zum Transport in die Molkerei. Bei Schnee und Eis kann das zum Problem werden: Dann bleiben fünf Stunden, um den Weg frei zu bekommen. Sonst wird's eng mit der Milch. © Katrin Fischer
Milchviehstall
Weiter geht es durch den Kuhstall, in dem die zu Melkenden stehen. Die Autorin vermisst die Entmistungsanlage für den planbefestigten Boden ... © Katrin Fischer
Güllefass im Stall
Und was soll der Schlepper mit Güllefass im Stall? Vacuuming - übersetzt: Staubsaugen. Naja, Staub ist nicht das richtige Wort. Hier läuft das Entmisten so: Wenn die Kühe beim Melken sind, sind die Gänge leer und der Schlepper mit Fass kann in den Stall. Vor dem Güllefass läuft ein Schieber, der die Scheiße zusammenschiebt und das Güllefass saugt die Ansammlung ein. © Katrin Fischer
Kühe gehen zum Melken
Auch wenn die Jerseys klein sind – zwischen den drei Melkzeiten sammelt sich da ganz schön viel Kot an. "Und so wundert es mich auch nicht, dass ich im Stall jede Menge Tiere mit Klauenproblemen sehe." © Katrin Fischer
Radlader in Gülle-Lagune
Die aufgesammelte Gülle wird dann in eine Güllelagune gepumpt. Bevor sie aber eingelagert wird, wird zuerst noch der Sand aus den Liegeboxen „aussortiert“. Dazu wird die Gülle mit Wasser verdünnt und ein Radlader schiebt die Gülle mehrfach durch die „Station“. © Katrin Fischer
Schild Wakefield Farms
Alles in allem ist die deutsche Agrarjournalistin und Junglandwirtin ziemlich beeindruckt von den modernen Wakefield Farms. Auch wenn die Menge an Rindern zu viel Gülle führt: Die Luft im Stall ist gut, bestimmt auch im Sommer. Ventilatoren sind ja ausreichend vorhanden und zudem werden bis zu einer Außentemperatur von 25 °C auch noch die Curtains geöffnet. © Katrin Fischer
Selfie von Katrin Fischer und einer Kuh
"But first, let me take a selfie!" Wir danken Katrin Fischer und Hofheld.de ganz herzlich für die tollen Einblicke! © Katrin Fischer
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