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Milchproduktion

Neues Gerät erkennt Brunst bei Kühen

© Krenn
von , am
24.06.2014

Der richtige Besamungszeitpunkt ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Wissenschaftler haben jetzt ein neues Verfahren zur sicheren Erkennung der Brunst bei Milchrindern entwickelt.

Derzeit dürfen einige bayerische Bauern ihre ökologischen Vorrangflächen beweiden lassen. © Mühlhausen/landpixel
Wie das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in der vergangenen Woche bekanntgab, soll das neue bioakustische Gerätesystem bald in Ställen und auf Weiden genutzt werden. Das konventionelle Verfahren der Brunstbeobachtung durch den Menschen sei zwar immer noch das erfolgreichste Verfahren, wobei die Erfolgsquote aber oft unbefriedigend sei. Der neue Ansatz der Dummerstorfer Wissenschaftler setze nun auf das sogenannte Vokalisationsverhalten der Tiere.
 
Die veränderten Laute der Tiere in Abhängigkeit von der Brunst seien in der seit einem Jahr laufenden Testreihe mit sechzehn Jungrindern eindeutig nachgewiesen worden. Mittels einem Halsband mit integrierter Sensorik und einer drahtlosen Datenübertragung soll die Brunsterkennungsrate nun deutlich und nachweisbar erhöht werden.

Testphase hat begonnen

Das Verfahren wurde zum Patent angemeldet und befindet sich bereits in der Testphase. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe betonte, das Vorhaben verknüpfe modernste Tierforschung mit heimischer Hochtechnologie. Das sichere einen Vorsprung im Know-how um eine vielversprechende Zukunftstechnik und schaffe attraktive wissensbasierte Arbeitsplätze. An dem Projekt sind neben dem Dummerstorfer Forschungsinstitut das Neubrandenburger Unternehmen automation & software Günther Tausch GmbH und die Universität Rostock mit ihrem Institut für Allgemeine Elektrotechnik beteiligt. Weitere Anwendungsbereiche der Technik sollen erforscht werden.

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