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Milchproduktion

Neues Verfahren unterstützt Echtheitsprüfung

von , am
26.11.2009

Berlin - Das Max Rubner-Institut, eine Forschungseinrichtung des BMELV, hat ein Verfahren zum Nachweis der Echtheit von Bio-Milch erarbeitet, das der Lebensmittelüberwachungkünftig eine Unterscheidung ökologisch und konventionell erzeugter Milch erleichtern könnte.

© Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft

Der Absatz von Bio-Trinkmilch ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Viele Verbraucher sind bereit, für das ökologisch erzeugte Produkt mehr Geld auszugeben, als für konventionell erzeugte Milch.

Eine Tatsache, die auch die Gefahr der Falschdeklaration erhöht. Mit dem Ziel, Verbraucher und gewissenhafte Erzeuger vor wirtschaftlichem Schaden zu schützen, wurde am Max Rubner-Institut an Verfahren zum Nachweis der Echtheit von Bio-Milch gearbeitet, berichtet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ein solches Nachweisverfahren könnte künftig die amtliche Lebensmittelkontrolle ergänzen.

Fettsäuren: Fütterung bestimmt Zusammensetzung

Die Fütterung bestimmt die charakteristischen Merkmale von Bio-Milch. Die Zusammensetzung von Milch wird erheblich durch das aufgenommene Futter bestimmt: Die Fütterung von Bio-Kühen mit einem hohen Anteil an Weidefutter, Heu und Grassilage und wenig Kraftfutter sorgt für eine charakteristische Fettsäurenzusammensetzung der Milch.

Kenngrößen: Wertvolle Indizien im Verdachtsfall

Die ermittelten Kenngrößen erlauben laut MRI derzeit keine 100-prozentige, gerichtsfeste Unterscheidung zwischen Bio-Milch und konventioneller Milch. Das Verfahren könnte jedoch im begründeten Verdachtsfall wertvolle ergänzende Indizien liefern. Die Übertragbarkeit des Verfahrens auf verarbeitete Milchprodukte wird noch untersucht, da hier neben technologischen Einflüssen auch ausländische Rohstoffquellen zu berücksichtigen sind. (pd)

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